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Vor dem Referendum : Londons Finanzviertel ist gegen den Brexit

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Erst zögerte die „City“, weil mancher Investor einen EU-Austritt gut findet. Insgesamt hält die Branche den Brexit aber für eine schlechte Idee. Bild: dpa

Zunächst hielt sich die wichtige britische Finanzbranche zurück, jetzt erklärt sie öffentlich: Einen EU-Austritt wollen wir nicht.

          In seinem Werben um einen Verbleib in der Europäischen Union bekommt der britische Premierminister David Cameron Unterstützung aus dem wichtigen Londoner Finanzviertel: Die City of London hat sich nun offiziell gegen einen sogenannten Brexit ausgesprochen.

          Der Stadtbezirk könne bei diesem wichtigen Thema nicht schweigen, sagte City-Vertreter Mark Boleat. So hätten Unternehmen aller Größen und Branchen vor den Risiken des Schrittes gewarnt.

          Der etwa drei Quadratkilometer große Bezirk, in dem das Herz der britischen Finanzbranche schlägt, hatte sich bislang zurückgehalten. Denn unter wichtigen Investoren gibt es auch Austritts-Befürworter gibt.

          Große Banken und internationale Konzerne haben sich aber für die EU-Mitgliedschaft ausgesprochen. Auch die oppositionelle Labour-Partei und die schottischen Nationalisten werben dafür.

          Das Referendum findet am 23. Juni statt. Umfragen zufolge hat ein Fünftel der Wähler noch nicht entschieden, wie es abstimmen wird.

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