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Vermögensverteilung : Deutschlands Reiche sind besonders reich

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

In kaum einem anderen Land der Eurozone konzentrieren sich die Vermögen so stark auf die Reichen, sagt eine neue Studie. Ein wichtiges Element aber fehlt.

          Die Vermögen sind in Deutschland weiter sehr ungleich verteilt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Deutschland weise ein hohes Maß an Vermögensungleichheit auf, hieß es. Das sei vor allem mit Blick auf die Altersvorsorge bedenklich.

          Allerdings waren die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung in der Studie nicht berücksichtigt. Gesamtwirtschaftlich sind Rentenversicherungsguthaben keine Vermögen, weil sie von künftigen Beitragszahlern aufgebracht werden müssen. Darum werden sie im Vergleich unterschiedlicher Länder oft ausgelassen. Für die Altersvorsorge der einzelnen Deutschen spielen sie trotzdem eine Rolle. Wären sie berücksichtigt worden, wäre die Ungleichheit wahrscheinlich niedriger ausgefallen.

          Die Studie ist von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gefördert worden. Laut ihr weist Deutschland zusammen mit Österreich die höchste Ungleichheit unter den Euro-Ländern auf. Das reichste Zehntel der Bevölkerung könne mindestens 217.000 Euro sein Eigen nennen. Knapp 28 Prozent der Bevölkerung bleibe dagegen netto nichts vom Einkommen übrig. Bei weiteren sieben Prozent waren die Schulden höher als das Vermögen.

          In den vergangenen Monaten war auch die Angleichung der Einkommen der vergangenen Jahre zum Erliegen gekommen.

          Für die Studie wurden Daten zur Vermögenssituation der erwachsenen Bevölkerung im Jahr 2012 ausgewertet. Zum Vermögen zählen Immobilienbesitz, Geld- und Betriebsvermögen und Vermögen bei Bausparkassen. Den Berechnungen zufolge besaßen die privaten Haushalte 2012 ein Nettovermögen von zusammen 6,3 Billionen Euro. Durchschnittlich lag das individuelle Nettovermögen bei gut 83.000 Euro und damit nur wenig höher als noch zehn Jahre zuvor.

          Besonders drastisch sind die Unterschiede den Angaben zufolge zwischen Ost- und Westdeutschland: Das durchschnittliche Nettovermögen der Westdeutschen (94.000 Euro) war mehr als doppelt so hoch wie das der Ostdeutschen (41.000 Euro). Männer besaßen im Schnitt 97.000 Euro, Frauen nur 70.000 Euro.

          Im Nettovermögen von 83.000 Euro war eine Null entfallen. Wir haben sie ergänzt und danken für die zahlreichen Hinweise

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