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Verarbeitete Lebensmittel : Verbraucherschützer fordern mehr gekennzeichnete Eier

  • Aktualisiert am

Im Supermarkt müssen Eier mit Codes gekennzeichnet sein. Bild: dpa

Aus Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung? Bei Frühstückseiern muss das drauf stehen. Nach dem Willen der Verbraucherzentrale soll das bald auch für verarbeitete Lebensmittel und in Restaurants gelten.

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          Die Verbraucherzentralen fordern eine Ausdehnung der Eier-Kennzeichnung nach Haltungsform der Hennen auf verarbeitete Lebensmittel und Speisekarten in der Gastronomie. „Wir haben in Deutschland seit 2004 eine gute Kennzeichnung für frei verkäufliche Eier, also das Frühstücksei, das wir auch gern an Ostern färben“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. Mit diesen bekannten Eier-Codes sollten etwa auch bei verarbeiteten Eiern in Nudeln oder Mayonnaise Tierschutz und das eigene Gewissen eine Rolle spielen können.

          „Das gilt übrigens auch für das Rührei beim Restaurantbesuch oder Hotelbesuch in den Urlauben, weil wir auch da die Kennzeichnung bisher nicht haben“, sagte Müller. Auf Speisekarten gebe es schon heute viele andere Kennzeichnungen etwa zu Allergenen. „Es ist überhaupt kein Problem, daneben genau die Eierkennzeichnung zu schreiben, an die wir uns alle schon gewöhnt haben.“

          Auf Produktpackungen und Speisekarten angewandt werden sollte die gleiche einfache Regelung wie bei rohen Eiern – nämlich 0 für Bio, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Dann hätten Verbraucher die Möglichkeit, „auch hier mit dem Warenkorb abzustimmen“, sagte Müller. Umfragen zeigten, dass sehr vielen Menschen das Thema Tierschutz ausgesprochen wichtig sei.

          Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hatte sich zurückhaltend geäußert. Eine Kennzeichnung verarbeiteter Eier sei komplizierter, da sich die Produktion schwer rückverfolgen lasse, sagte er den Zeitungen der „Funke“-Mediengruppe (Samstag). Für eine gesetzliche Regelung auf EU-Ebene sehe er derzeit keine Mehrheiten. Schmidt empfahl den Unternehmen aber eine Ausweitung der Kennzeichnung, indem sie auch bei gekochten und gefärbten Eiern die Haltungsart angeben.

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