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Kommentar : Jetzt ist Haltung gefragt

  • -Aktualisiert am

Unternehmer aus der amerikanischen Technologiebranche wenden sich öffentlich gegen Trumps Einreise-Dekret. Manager der Industrie sollten nun auch ihr Schweigen beenden.

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          Die amerikanische Unternehmenswelt hält sich seit der Wahl mit Kritik an Donald Trump zurück. Viele Manager versuchen, sich beim neuen Präsidenten einzuschmeicheln, indem sie Investitionen in den Vereinigten Staaten versprechen.

          Noch in der vergangenen Woche herrschte eitel Sonnenschein, als Top-Manager sich mit Trump trafen und hinterher voll des Lobes waren. Der Einreisestopp für Menschen aus einer Reihe mehrheitlich muslimischer Länder ändert nun aber die Lage.

          Jetzt gehen einige Unternehmen doch aus der Deckung und sprechen sich gegen das Dekret aus, manche behutsam, andere wie die Chefs von Facebook und Netflix in sehr deutlichen Worten. Bislang beschränkt sich die Kritik weitgehend auf die Technologiebranche. Vertreter traditioneller Industrien mischen sich bisher nicht ein.

          Dabei könnte zum Beispiel auch der Autohersteller Ford mit Sitz in einem muslimisch geprägten Vorort von Detroit Stellung beziehen. Ford und andere Unternehmen haben natürlich schon zu spüren bekommen, was es heißt, zur Zielscheibe von Trump zu werden. Aber führt Schweigen zu besserer Politik? Das Silicon Valley hat den Anfang gemacht, andere Unternehmer sollten folgen.

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            Roland Lindner

            Wirtschaftskorrespondent in New York.

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