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Trump und China : Raubt Foxconn Wohlstand und Geld der Amerikaner?

Foxconn-Mitarbeiter im Werk im chinesischen Shenzhen. Bild: dpa

Der designierte amerikanische Präsident Donald Trump hat sich wieder über den Handel mit China beschwert. Ökonomisch ist das fragwürdig. Etwas anderes steckt dahinter.

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          Der taiwanesische Handyteile-Hersteller Foxconn ist ein wichtiger Zulieferer für das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt: Er produziert Teile, die Apple in seine iPhones einbaut. Foxconn betreibt dafür viele Fabriken in China und beschäftigt dort rund eine Million Menschen. Die können sich die Apple-Smartphones zwar (meist) nicht leisten. Dafür können dies reichere Chinesen, viele Amerikaner und viele Menschen in anderen Ländern rund um den Globus.

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Apple verdient prächtig daran - der Konzern mit Sitz in Kalifornien hat alleine unzählige Milliarden Bares in der Kasse, Geld, mit dem er spontan beispielsweise jedes beliebige Unternehmen aus dem deutschen Standardwerte-Aktienindex Dax kaufen könnte. An der Börse ist Apple mittlerweile beinahe 620 Milliarden Dollar wert.

          „China hat Geld aus Amerika herausgeholt“

          Foxconn symbolisiert vielleicht wie kein zweites Unternehmen den Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, den Vereinigten Staaten und China. Wie dieser sich entwickelt, ist indes derzeit fraglicher als in vielen Jahren zuvor. Denn der designierte amerikanische Präsident Donald Trump hat während des Wahlkampfes und auch nach seinem Wahlsieg die Volksrepublik immer wieder kritisiert. Er macht das Reich der Mitte öffentlich verantwortlich dafür, dass amerikanische Arbeitsplätze und amerikanischer Wohlstand verloren gegangen seien.

          Nun tat er dies ein weiteres Mal in Verbindung mit einer Äußerung über Nordkoreas Atom-Ambitionen. „China hat große Mengen Geld und Vermögen aus den Vereinigten Staaten herausgenommen in einem total einseitigen Handel, aber will im Umgang mit Nordkorea nicht helfen“, twitterte der Immobilienmilliardär in der Nacht zum Dienstag.

          Politisch dürfte Trump mit solchen Äußerungen bei großen Teilen seiner Wählerschaft punkten, das hat schon der Wahlkampf gezeigt. Dass er es mit seiner Kritik ernst meinen könnte, dafür spricht zumindest, dass er den Ökonomen und „China-Falken“ Peter Navarro in eine wichtige Position seiner Regierung erhoben hat.

          Tatsächlich ist der ökonomische Gehalt seiner Aussage aber zumindest fragwürdig dahingehend, wie Experten Handel beschreiben und betrachten. Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Körperschaften entscheiden Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr, was sie kaufen oder verkaufen wollen und wie viel Geld sie dafür zahlen (wollen). Manchmal entscheiden sie für einen Anbieter im Inland, manchmal für einen ausländischen.

          Niemals ist so ein Geschäft allerdings „einseitig“, immer bedarf es zweier Parteien, die sich einigen. Wenn Amerikaner in China einkaufen, dann fließt dafür natürlich Geld an den chinesischen Verkäufer - aber eben auch eine Ware an den amerikanischen Käufer, die dieser für mindestens ebenso wertvoll hält; wieso sollte er das sonst machen?

          „Gewinne der Globalisierung breiter verteilen“

          Mit Bezug auf den Wohlstand (Nutzen) sind dabei auch weder Ausfuhren noch Einfuhren „besser“ - beides ist schlicht das Ergebnis einer Handelseinigung zwischen zwei Parteien. Die Wirtschaftsforscher stellen das internationale Wirtschaftsgeschehen denn auch folgerichtig als Ergebnis der unzähligen optimierenden Spar-, Investitions- und Konsumentscheidungen privater Haushalte, Unternehmen und Staaten dar.

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