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Kommentar : Absurder Euro-Vorwurf aus Washington

Die Behauptung von Donald Trumps Wirtschaftsberater, Deutschland manipuliere den Euro, ist Quatsch. Das ändert leider nichts an der neuen politischen Realität. Wir müssen handeln.

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          Die Analyse, dass Deutschland Teile seines Exporterfolgs dem schwachen Euro verdankt, ist schwer von der Hand zu weisen. Der implizite Vorwurf aus dem Weißen Haus dagegen, Deutschland schwäche den Euro, um sich einen Handelsvorteil zu erschleichen, ist absurd.

          Kein anderes Land hat die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die die Euroschwäche begünstigt, so scharf kritisiert wie Deutschland. Ziemlich einhellig waren die kritischen Töne aus der Bundesbank und der Regierung.

          Das ändert nichts an der neuen politischen Realität. Zu der gehört, dass im Weißen Haus nun Leute mitbestimmen, die eine Neigung zu Verschwörungstheorien hegen wie jener, Deutschland manipuliere den Euro.

          Solche Theorien liefern die Begründung für einen neuen amerikanischen Protektionismus, der nun unausweichlich scheint. Damit erwachsen für das stark exportorientierte deutsche Wirtschaftsmodell zusätzliche Risiken.

          Man wird deutsche Kunden nicht zwingen können, mehr amerikanische Chevrolets zu kaufen. Aber eine Politik, die ein ausbalancierteres Wirtschaftsmodell und mehr Inlandsinvestitionen ermöglicht, wäre gut - unabhängig von den Attacken aus Washington.

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          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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