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Trichet-Nachfolge : FDP will Axel Weber als EZB-Präsident

  • -Aktualisiert am

„Ein hervorragender Kandidat”: Axel Weber Bild: dpa

Wer wird Nachfolger für Jean-Claude Trichet als oberstem Währungshüter in Europa? Der Deutsche Notenbanker Axel Weber oder der Italiener Mario Draghi? Nach der Kritik aus der CDU an Weber stärkt ihm die FDP den Rücken.

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          Offiziell findet kein Wahlkampf statt, und doch ist das Rennen um den im Herbst 2011 frei werdenden Chefposten in der Europäischen Zentralbank längst eröffnet: Wer wird Nachfolger für Jean-Claude Trichet als oberstem Währungshüter in Europa?

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Deutsche Notenbanker Axel Weber oder der Italiener Mario Draghi? Das diplomatische Spiel zwischen den Hauptstädten ist noch einigermaßen unübersichtlich, da legen sich die deutschen Liberalen fest und sprechen sich offen für die Beförderung von Bundesbankpräsident Axel Weber an die EZB-Spitze aus.

          „Die FDP unterstützt Bundesbankchef Weber. Er ist ein hervorragender Kandidat“, sagte FDP-Präsidiumsmitglied Silvana Koch-Mehrin der Sonntagszeitung. Die stellvertretende Präsidentin des EU-Parlaments lobt Weber als ausgewiesenen Fachmann. „Der Bundesbankpräsident steht für eine Stabilitätspolitik, wie sie gerade aus deutscher Sicht so wichtig ist“, betonte Koch-Mehrin.

          Mit Verwunderung reagiert die FDP-Politikerin auf Kritik aus der CDU an Weber (siehe Union im Europaparlament gegen Weber als EZB-Chef ). „Ich weiß nicht, was Unionspolitiker reitet, die seine Eignung anzweifeln.“ Der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen hatte vorige Woche für den Italiener Draghi votiert, weil er der erfahrenere und qualifiziertere Mann sei. Und was sagt der Kandidat Weber selbst? Nichts natürlich, der Bundesbankpräsident schweigt zu allen Ambitionen. mec.

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