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Berlin prüft : Mehr Eintritt für Oper und Theater?

Die Deutsche Oper spielt schon mal im Parkhaus - wie hier im Stück „Oresteia“. Bild: dpa

Die Stadt Berlin bezuschusst jede Opernkarte mit 257 Euro. Das soll weniger werden. Der Kultur-Staatssekretär findet: Berliner und Touristen könnten vielleicht höhere Preise zahlen.

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          Der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) hat sich für höhere Eintrittspreise bei Theatern und Opernhäusern ausgesprochen. „Ich bin überrascht, wie günstig manches ist“, sagt Renner der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). „Die Berliner Wirtschaft wächst seit 2002 ununterbrochen, jedes Jahr kommen über elf Millionen Touristen in die Stadt. Da müssen wir neu schauen, wie wir Preisstrukturen gestalten.“

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Seine Verwaltung analysiere gerade die Preisgestaltung in anderen deutschsprachigen Städten. „ Auf dieser Basis müssen die Geschäftsführer der einzelnen Häuser dann entscheiden, welche Preise sie für vertretbar halten.“

          Derzeit kosten an der Berliner Staatsoper die teuersten Karten für eine Repertoirevorstellung an einem Wochentag 84 Euro, an der Bayerischen Staatsoper sind es 132 Euro. Die öffentliche Hand schließt in Berlin 257 Euro pro Karte zu, in München sind es wegen höherer Kartenpreise und größerer Sitzkapazität nur 110 Euro.

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