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Telekom : Drosseln nur mit Ansage

  • -Aktualisiert am

Die Telekom darf die Surfgeschwindigkeit bei Pauschaltarifen nicht einschränken: Wo Flatrate draufsteht, muss gefälligst auch Festpreis drin sein.

          Wo Flatrate draufsteht, muss auch Festpreis drin sein: Das ist die zutreffende Logik des Urteils, mit dem das Landgericht Köln die neuen Vertragsklauseln der Deutschen Telekom – und die darin angekündigte Tempodrosselung – gestoppt hat. Das heißt keineswegs, dass der Konzern nicht von Vielnutzern mehr Geld kassieren oder deren Surfgeschwindigkeit beschränken dürfte. Schließlich investiert das Unternehmen viel Geld in die Infrastruktur der Internet-Leitungen; und es ist nicht einzusehen, dass private Gelegenheitssurfer weiterhin den Kapazitätsverbrauch von „Power-Usern“ subventionieren.

          Doch darf die Telekom ihre Kunden nicht mit vollmundigen Reklamefloskeln darüber hinwegtäuschen, dass sie Pauschaltarife einschränken will. Vermutlich muss sie nur die Wortwahl ändern, damit die Justiz die Tempobremse akzeptiert.

          Allerdings haben bisher nur die Wettbewerbsrichter gesprochen. Spannender könnte es werden, wenn Internet-Anbieter etwa von Musik oder Filmen eine Kartellklage einreichen. Denn dass die Telekom ihre eigenen Unterhaltungsdienste von der Drosselung ausnehmen will, riecht verdächtig nach dem Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung.

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