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Tausende Anträge bewilligt : Rente mit 63 deutlich teurer als erwartet

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Von der Neuregelung profitiert, wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat. Bild: dpa

Laut der Deutschen Rentenversicherung haben schon über 160.000 Menschen einen Antrag auf Rente mit 63 gestellt. Die Antragsteller sind zu zwei Dritteln männlich.

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          Die Rente mit 63 wird stark genutzt und offenbar deutlich teurer als von der Bundesregierung erwartet. Bis Ende Oktober seien bereits 163.000 Anträge gestellt worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). Rund 110.000 von ihnen seien bereits bearbeitet und „fast ausnahmslos bewilligt“ worden.

          Die Rentenversicherung rechne mit deutlich höheren Ausgaben als bisher angenommen, heißt es weiter. In diesem Jahr werde die Rente mit 63 voraussichtlich 1,5 Milliarden Euro statt der geplanten 0,9 Milliarden kosten. 2015 wird mit Ausgaben von drei statt 1,9 Milliarden Euro gerechnet.

          Die Antragsteller sind dem Bericht zufolge zu zwei Dritteln männlich. Darunter seien vor allem gut verdienende Fachkräfte des verarbeitenden Gewerbes, die eine duale Ausbildung gemacht und einen hohen Rentenanspruch hätten, sagte der Arbeitsmarktforscher Ulrich Walwei dem Blatt. Berufstätige, die studiert hätten, könnten meist nicht die erforderlichen 45 Beitragsjahre vorweisen, um mit 63 Jahren bereits abschlagsfrei in Rente zu gehen.

          Der Vize-Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg geht davon aus , dass ein Drittel der geburtenstarken Jahrgänge 1950 bis 1963 die Voraussetzungen für die Rente mit 63 erfüllt. Dadurch könnte nach seinen Worten in den kommenden Jahren jährlich 300.000 bis 450.000 Menschen Anspruch auf die Leistung haben.

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