https://www.faz.net/-gqe-6kkc6

Tarifverhandlungen : IG Metall ruft Stahlkocher zu Warnstreiks auf

  • Aktualisiert am

Ein Stahlkocher in Duisburg Bild: Edgar Schoepal

Bei den Stahlkochern soll es von Mittwoch an zu Warnstreiks kommen. Die IG Metall rief die rund 85.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie zu Aktionen auf. Die Arbeitgeber haben in den Tarifverhandlungen noch kein Angebot vorgelegt.

          1 Min.

          Mit den Warnstreiks solle im laufenden Tarifstreit Druck auf die Stahlarbeitgeber aufgebaut werden, teilte die Gewerkschaft am Montag in Düsseldorf mit.
          Die Arbeitgeber hatten auch bei der zweiten Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag kein Angebot vorgelegt. Die IG Metall verlangt unter anderem Einkommenserhöhungen von sechs Prozent. Gefordert wird auch eine gleiche Entlohnung von Leiharbeitern und Festangestellten.

          Warnstreiks soll es am Mittwoch in Salzgitter und Dortmund geben, am Donnerstag dann unter anderem in Duisburg und Bochum sowie am Freitag in Mülheim/Ruhr und an anderen Standorten. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 29. September vorgesehen. Der Ort steht noch nicht fest.

          Die Arbeitgeber äußerten sich zurückhaltend zu dem Aufruf. „Wenn die IG Metall meint, in der jetzigen Phase bereits Warnstreiks durchführen zu müssen, dann liegt das in ihrem Ermessen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Stahl, Bernhard Strippelmann, der dpa. Er halte den Zeitpunkt für verfrüht, zumal die dritte Runde ja schon verabredet sei.

          IG Metall-Verhandlungsführer Oliver Burkhard sprach von „Blockadehaltungen“ der Arbeitgeber. „Jetzt werden wir mit Warnstreiks deutlich machen, dass wir es ernst meinen mit Fairness beim Geld, für Leiharbeiter, Auszubildende und Ältere“, sagte er laut der Mitteilung. Burkhard ist IG Metall-Bezirksleiter in Nordrhein- Westfalen.

          Das größte Tarifgebiet in der Stahlindustrie umfasst die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen sowie einen Standort in Hessen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gergely Karácsony auf einer Aufnahme vom März 2018

          Kommunalwahlen in Ungarn : Orbans Fidesz verliert Budapest

          In Ungarns Großstädten hat die Partei von Regierungschef Viktor Orban einen schweren Stand. Der künftige Bürgermeister von Budapest will die Hauptstadt „transparent, solidarisch und grün“ machen.
          Zweimal Gündogan: Kimmich schreit seine Erleichterung über die Treffer des Kollegen heraus.

          3:0 für Deutschland : Geduldsspiel in Tallinn

          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss einen frühen Platzverweis von Emre Can verkraften, gewinnt aber nach zähem Beginn 3:0 in Estland. Gündogan trifft zweimal, Werner setzt noch einen drauf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.