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Suche nach Stabilität : Krise zieht mehr Zuwanderer nach Deutschland

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Auf der Suche nach Arbeit: Auch aus Spanien kamen wieder viele Zuwanderer nach Deutschland. Bild: dpa

Immer mehr Menschen aus dem Ausland suchen ihr Glück im wirtschaftlich stabilen Deutschland. Mehr als eine halbe Million Menschen kamen im ersten Halbjahr 2013. Viele sind gut ausgebildet - und auf dem Arbeitsmarkt gesucht.

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          Das wirtschaftlich stabile Deutschland zieht immer mehr Zuwanderer an - vor allem aus Osteuropa und den Euro-Krisenländern. Im ersten Halbjahr zogen 555.000 Menschen in die Bundesrepublik. Das seien elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Gleichzeitig zogen 349.000 Personen weg.

          Die Mehrzahl der ausländischen Zuwanderer kam abermals aus Polen (93.000), gefolgt von Rumänien (67.000) und Bulgarien (29.000). Auch aus den Krisenländern des Euroraums - die unter hoher Arbeitslosigkeit leiden - zog es viele Menschen nach Deutschland: Aus Spanien wanderten 39 Prozent mehr ein als im Vorjahr, aus Portugal 26 Prozent und aus Italien 41 Prozent mehr. Aus Griechenland nahm die Einwanderung dagegen um 4,5 Prozent ab. Aus dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Syrien kamen ebenfalls mehr Menschen nach Deutschland: Ihre Zahl stieg um 178 Prozent auf 6000.

          Gut ausgebildete Menschen für den Arbeitsmarkt

          Die kräftige Zuwanderung hat die Zahl der Beschäftigten in Deutschland im September erstmals über die Marke von 42 Millionen steigen lassen. „Die Firmen finden die benötigten Arbeitskräfte zunehmend nicht mehr im Pool der verbliebenen Arbeitslosen, sondern im Ausland“, sagte Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank.

          Das verwundert nicht, angesichts der Tatsache, dass offenbar immer mehr gut ausgebildete Menschen nach Deutschland einwandern. Im Frühjahr hatte eine Studie des Arbeitsmarktforschers Herbert Brückner Aufsehen erregt, in der er herausfand: Die Einwanderer in die Bundesrepublik verfügen inzwischen über ein höheres Bildungs- und Qualifikationsniveau als die deutsche Stammbevölkerung. Die Neuzuwanderer haben häufiger einen Techniker-, Meister- oder Hochschulabschluss als die Deutschen.

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