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Neue Studie : Die Energiewende braucht keine Stromspeicher

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Der größte Batteriespeicher Europas in Mecklenburg-Vorpommern: Lohnt es sich noch, in diese Technologie zu investieren? Bild: dpa

Um Energie aus Wind und Sonne zu horten, setzt die Bundesregierung auf Stromspeicher. Aber werden die wirklich gebraucht? Eine neue Untersuchung zieht das erstmals in Zweifel.

          Die Energiewende kommt nach einer neuen Studie ohne Stromspeicher aus. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung  zieht eine Untersuchung im Auftrag der Berliner Denkfabrik „Agora Energiewende“ erstmals in Zweifel, dass sie wirklich gebraucht werden. „Aus Sicht des Strommarktes zeigt sich in den 2020er und 2030er Jahren kein zwingender Bedarf für zusätzliche Speicher“, schreiben die Wissenschaftler um den Energiespeicher-Experten Michael Sterner von der Technischen Hochschule Regensburg laut F.A.Z.. Dabei setzt die Bundesregierung auf Stromspeicher, um Energie aus Wind und Sonne zu horten. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eröffnet an diesem Dienstag einen großen Batteriespeicher in Schwerin.

          Die Wissenschaftler argumentieren in der Studie, die der F.A.Z. vorliegt, es sei allemal wirtschaftlicher, die Produktion anderer Kraftwerke an das schwankende Ökostromangebot anzupassen, die Stromnachfrage gerade großer Verbraucher zu flexibilisieren und das europäische Stromnetz auszubauen, als in teure Speichertechnologien zu investieren. Sie geben sich sogar sicher, dass ihre Rechnung selbst dann aufgeht, wenn diese Anpassungen langsamer vonstattengehen als geplant. Erst nach 2030 und bei sehr hohen Anteilen von erneuerbaren Energien könne „ein geringer Ausbau von Langzeitspeichern gesamtwirtschaftlich sinnvoll werden“.

          Agora-Chef Patrick Graichen zieht daraus den Schluss, für die Energiewende müsse nicht auf Speicher gewartet werden. „Für die nächsten 15 bis 20 Jahre haben wir noch genügend andere, günstigere Flexibilitätstechnologien zur Verfügung“, heißt es laut F.A.Z.. Bis dahin soll sich der Ökostromanteil am Verbrauch auf bis zu 60 Prozent mehr als verdoppeln. Für die Bundesregierung und den die Energiepolitik verantwortenden Wirtschaftsminister Gabriel hat Graichen einen weiteren Rat: „Zusätzliche Markteinführungsprogramme für Stromspeicher im Elektrizitätssektor sind aus unserer Sicht nicht notwendig.“

          Mehr zum Thema lesen Sie in der F.A.Z. vom 15. September, oder ab 20 Uhr im E-Paper.

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