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Studie : Jungunternehmen bei Forschung vorn

  • Aktualisiert am

Junge Unternehmen sind oft innovativ - hier ein Unterwasser-Roboter in Rostock Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Fast jedes dritte junge Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe forscht. Ohne sie würden die Entwicklungsausgaben in Deutschland sogar sinken, hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ermittelt.

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          Neu gegründete Unternehmen haben nach einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) bedeutenden Anteil an Innovationen in Deutschland. Während von den jungen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe fast jedes dritte kontinuierlich forscht, ist bei den älteren Unternehmen nur jedes fünfte in Forschung und Entwicklung aktiv.

          Das geht aus einer Studie des ZEW hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind, stellen je nach Branche etwa ein Fünftel bis ein Viertel des Unternehmensbestandes.

          Ministerium: Innovativen Nachwuchs sichern

          "Ohne die dynamische Entwicklung der Forschungs- und Entwicklungsbeteiligung junger Unternehmen wäre der Anteil der forschenden Unternehmen in Deutschland in den vergangenen Jahren gesunken", erklärte das Bundesforschungsministerium, in dessen Auftrag das ZEW die Studie erstellt hat. Es sei "dringende Aufgabe der Innovationspolitik", den Nachwuchs an innovativen, jungen Unternehmen zu sichern.

          Die Entscheidung, ob ein Unternehmen forscht oder nicht, falle in der Regel schon bei Gründung, heißt es in der Studie. Von den Unternehmen, die von Anfang an forschen, betreiben noch 70 Prozent auch fünf Jahre später eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

          Export macht Forschung nötig

          In der Regel erhöhen die Unternehmen im zweiten Lebensjahr ihre Forschungsausgaben, verringern sie im dritten Jahr aber wieder. Von den Unternehmen, die im ersten Jahr ihrer Existenz nicht forschen, steigen später nur rund 10 Prozent noch in die eigene Forschungsarbeit ein. Neugründer setzen in den ersten Jahren vor allem auf die Forschung, um neue Produkte zu entwickeln. Später werden Produktion und Vermarktung wichtiger.

          Vor allem Unternehmen, die stark im Export sind, betreiben dauerhaft eigene Entwicklungsarbeit. Unternehmen, die nicht exportieren, verzichten dagegen mit höherer Wahrscheinlichkeit darauf, heißt es in der ZEW-Studie.

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