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Steuerzahlerbund rechnet vor : Höhere Krankenkassenbeiträge müssen nicht sein

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Gesundheitsfonds und Krankenkassen verfügen über genügend Reserven, um höhere Beiträge zu vermeiden, findet Reiner Holznagel, der Präsident des Bundes der Steuerzahler. Bild: dpa

Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten, dass sie die Zusatzbeiträge in den kommenden Jahren weiter steigern werden. Dafür gibt es keinen Grund, rechnen Experten nun vor. Denn Geld sei schon genug da.

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          Der Bund der Steuerzahler hat eine weitgehende Auflösung der Rücklagen des Gesundheitsfonds gefordert, um höhere Beiträge zur Krankenkasse zu verhindern. Im Gesundheitsfonds gebe es eine Reserve von zehn Milliarden Euro, obwohl vier Milliarden ausreichen würden, sagte der Präsident des gemeinnützigen Vereins, Reiner Holznagel, der „Bild“-Zeitung.

          Die Differenz von sechs Milliarden Euro könne an die gesetzlichen Krankenkassen ausgeschüttet werden, die damit genügend Mittel hätten, um zumindest Beitragserhöhungen zu vermeiden. Auch die Kassen selbst verfügten über Rücklagen von 14,5 Milliarden Euro. Damit sei genug Geld vorhanden, um die Beiträge stabil zu halten.

          Die gesetzlichen Krankenkassen hatten zuletzt erklärt, mit einem weiter kontinuierlich steigendem Zusatzbeitrag zu rechnen, der im Jahr 2019 dann wohl 1,8 Prozent betragen werde. Zu Jahresbeginn 2016 war dieser Beitrag, den die Arbeitnehmer allein tragen müssen, von 0,9 auf 1,1 Prozent gestiegen. Der allgemeine Beitragssatz von derzeit 14,6 Prozent wird indes je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert.

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