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Steuern : Höhere Tabaksteuer rechnet sich nicht

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Bild: dpa

Die Tabaksteuererhöhungen im vergangenen Jahr haben sich für den Fiskus nicht gerechnet. Die Steuereinnahmen aus dem Verkauf von Tabakprodukten sind 2004 um 469 Millionen Euro gesunken.

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          Die Tabaksteuererhöhungen im vergangenen Jahr haben sich für den Fiskus nicht gerechnet. Die Steuereinnahmen aus dem Verkauf von Tabakprodukten sind 2004 um 469 Millionen Euro oder 3,3 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro gesunken. Das geht aus Angaben des Statistischen Bundesamts von Montag hervor.

          Danach schreckten die zwei Tabaksteuererhöhungen um je 1,2 Cent je Zigarette zwar Zigarettenraucher vom Konsum versteuerter Ware ab. Versteuert wurden nur noch 111,7 Milliarden Stück Zigaretten, nach 132,6 Milliarden im Jahr 2003. Das ist ein Minus von 16,8 Prozent. Die Raucher wichen zum Teil auf andere Produkte aus. Der versteuerte Absatz von Feinschnitt legte um 30,4 Prozent auf 24 258 Tonnen zu, der Absatz von Zigarren und Zigarillos um 16,7 Prozent auf 3,6 Milliarden Stück.

          Insgesamt gaben die Verbraucher im vergangenen Jahr freilich nur noch 22,9 Milliarden Euro für versteuerte Tabakwaren aus, 284 Millionen Euro weniger als zuvor. Schon in den Jahren 2002 und 2003 hatte der Fiskus die Steuer um je einen Cent je Zigarette angehoben und damit ähnliche Ausweichreaktionen der Verbraucher hervorgerufen. Der weit überwiegende Teil der Tabaksteuereinnahmen stammt aus dem Zigarettenverkauf.

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