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Steuerkonzepte : Unter der SPD zahlt auch der Normalverdiener am meisten

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Bild: F.A.Z.

Die F.A.Z. ließ von Experten berechnen, was vom Gehalt übrigbleibt, wenn die Steuerkonzepte der Parteien umgesetzt werden. Die unterschiedlichen Modelle wirken sich im Geldbeutel deutlich aus.

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          Am Freitag, wenn der Bundestag über die Vertrauensfrage von Bundeskanzler Gerhard Schröder abstimmt, fällt auch der Startschuß für den Wettstreit um die verschiedenen Steuerkonzepte der Parteien. Der Daten-Dienstleister der deutschen Steuerberater, die Datev in Nürnberg, hat für diese Zeitung ausgerechnet, wie hoch die Steuerbelastung der Bürger nach den einzelnen Modellen konkret ausfallen würde.

          Dabei wurden typische Einkunftsverhältnisse zugrunde gelegt - die „Millionärssteuer“, die die SPD neuerdings für einige wenige Spitzenverdiener einführen will, bleibt außer Betracht. Für diese Partei gehen die Berechnungen also von einem Eingangssteuersatz von 15 Prozent, der bei 7.665 Euro Jahresgehalt beginnt, und einem Spitzensteuersatz von 42 Prozent aus. Dieser setzt bei 52.152 Euro an. Ein lediger und kinderloser Arbeitnehmer mit einem Bruttolohn von 50.000 Euro im Jahr muß auf dieser Grundlage (ohne Kirchensteuer) einschließlich des Solidaritätszuschlags 12.279 Euro beim Finanzamt abliefern. Ist er verheiratet, sind es 7.433 Euro.

          FDP-Konzept für Standardverdiener am günstigsten

          Günstiger stellt er sich nach den derzeitigen Plänen von CDU/CSU. Demnach hätte er nach dem ersten Schritt der zweistufigen Reform 10.941 Euro (ledig) beziehungsweise 6.340 Euro (verheiratet) abzuführen. In der Tabelle ist bereits der zweite Schritt berücksichtigt. Noch ist bei der Union allerdings nicht endgültig entschieden, von welchem Einkommen an die unterschiedlichen Steuersätze greifen sollen und ob dieses Modell wirklich in das Wahlprogramm übernommen wird.

          Am billigsten davon käme ein solcher Standardverdiener, wenn die FDP ihre Vorstellungen durchsetzen könnte. Nach dem Dreistufenmodell der Liberalen hätte er als Ehemann 4.636 Euro an den Fiskus abzuführen, als Junggeselle 8.576 Euro. Eine stärkere Belastung von „Reichen“ streben auch die Grünen an. Unter Rot-Grün könnte es daher überdies zu einer Verschärfung bei der Erbschaftsteuer kommen. Auch die Mehrwertsteuer ist im Gespräch. Über deren Anhebung wird bei Rot-Grün wie in der Union diskutiert.

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