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Steuerkonzept : CSU-Kracher

  • -Aktualisiert am

Die CSU-Landesgruppe bringt ein paar politische Böller mit zu ihrer traditionellen Klausurtagung. Ein Baukindergeld aber wäre nicht nur enorm teuer.

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          Die CSU-Landesgruppe lässt sich nicht lumpen. Zur traditionellen Klausur nach Neujahr hat sie ein paar Böller im Gepäck, die ihr im Wettbewerb um die finanzielle Gunst der Wähler frühzeitig Aufmerksamkeit sichern sollen. Zu den größten Krachern gehört das Versprechen, nach der Wahl die Einkommensteuer für alle zu senken, unter anderem, indem der Spitzensatz erst von einem höheren Einkommen als bisher greift.

          Zusätzlich will sie Familien aber auch noch bei der Baufinanzierung kräftig unter die Arme zu greifen. Unabhängig vom Einkommen und dem Preis der Immobilie sollen je Kind zehn Jahre lang 1200 Euro jährlich als Subvention fließen. Über die Höhe der Steuersenkung wie der Kosten der Bauhilfe schweigen sich die Christsozialen noch aus.

          Klar ist aber jetzt schon, dass die Wiedereinführung eines kaum konditionierten Baukindergelds nicht nur enorm teuer, sondern mit hohen Mitnahmeeffekten verbunden ist. Aus früheren Erfahrungen mit dieser Subvention weiß man, dass das Geld bloß die Baukosten treibt. Die CSU sollte diesen Kracher nicht zünden und sich darauf beschränken, eine für alle spürbare echte Steuersenkung hinzubekommen.

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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