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Staatsfinanzen : Schäuble: Ja, wir brauchen höhere Investitionen

  • Aktualisiert am

Wolfgang Schäuble wird im Herbst 75 Jahre alt - was wird aus ihm nach der Bundestagswahl? Bild: dpa

In Deutschland wird zu wenig investiert – das findet auch der Finanzminister. Am Geld liege das aber nicht. Schäuble nennt andere Gründe.

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          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) befürwortet stärkere Investitionen in Deutschland. Er sieht jedoch derzeit Grenzen für deren sinnvollen Einsatz. „Es liegt nicht am Geld“, sagte der langjährige Minister während einer CDU-Veranstaltung in Berlin.

          Vielmehr würden öffentliche Mittel für Projekte nicht abfließen. So könnten derzeit zwar die Mittel erhöht werden, um die Infrastruktur auszubauen - mehr Straßen würden allerdings dennoch nicht gebaut. Ein weiteres Problem sei, dass die Bürokratie die Umsetzung von Projekten oft behindere.

          Das gelte in ähnlicher Weise auf europäischer Ebene, sagte Schäuble und bezog sich dabei auf Forderungen gerade erhobene Forderungen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel (SPD). Dieser warb dafür, europaweit mehr Geld, zumal öffentliches, für Investitionen bereitzustellen.

          Schäuble sagte hingegen, das er einen anderen Weg für den richtigen hält: die europäische Investitionsinitiative des EU-Kommissionschefs Jean-Claude Juncker. Diese werde derzeit allerdings nicht vernünftig umgesetzt. Schlussendlich müsse vor allem mehr in die Zukunft junger Menschen in Deutschland investiert werden.

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