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Staatsfinanzen : Pensionslawine

Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen, müssen die öffentlichen Haushalte riesige Pensionslasten stemmen. Bei Arbeitern und Angestellten wurde das Rentenniveau schon gekürzt. Was ist mit Beamten?

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          Der demographische Wandel stellt die öffentliche Hand vor enorme Herausforderungen. Als Arbeitgeber sehen sich Bund, Kommunen und vor allem die Länder mit gewaltigen Pensionansprüchen von Staatsdienern konfrontiert, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen werden. Hohe Gesundheitskosten kommen noch dazu.

          Zwar wurden mancherorts Rückstellungen gebildet, doch sind Zweifel erlaubt, ob damit die zusätzlichen Belastungen bewältigt werden können. Aus Sorge, unter der Pensionslawine begraben zu werden, hat Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Kretschmann schon Gesprächsbedarf mit Kollegen aus anderen Ländern angemeldet.

          Trotz der Absagen von den wahlkämpfenden Ministerpräsidenten aus Bayern und Hessen wird das heikle Thema der Begrenzung von Pensionslasten bald wieder auf die Tagesordnung kommen. Denn Arbeiter und Angestellte zollen der alternden Gesellschaft Tribut, indem sie die Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus auf etwa 43 Prozent hinnehmen. Im nimmersatten Steuerstaat fragt der geplagte Steuerzahler: Warum können Beamte weiterhin mit mehr als 70 Prozent ihrer Bezüge in Pension gehen?

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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