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Sozialleistungen : Mehr Rumänen und Bulgaren erhalten Hartz IV

  • Aktualisiert am

Agentur für Arbeit in Dresden Bild: dpa

Um gut die Hälfte ist die Zahl der Hilfeempfänger unter Rumänen und Bulgaren im vergangenen Jahr wohl gestiegen. Von den in Deutschland lebenden erhielt jeder Zehnte Sozialleistungen.

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          Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus Rumänien und Bulgarien ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Im November 2013 erhielten fast 44.000 Rumänen und Bulgaren entsprechende Leistungen, 51 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich dabei auf eine neue Erhebung der Bundesagentur für Arbeit (BA).

          Die Zahl der Arbeitnehmer und geringfügig Beschäftigten aus beiden Staaten stieg dagegen weniger stark: um 24 Prozent auf 137.000. Die neuen Daten bestätigen eine Entwicklung, die schon länger bekannt ist - bereits im September hatte die Zahl laut BA über 40.000 gelegen.

          Bürger der beiden EU-Länder genießen seit diesem Januar die sogenannte volle Arbeitnehmer-Freizügigkeit. Allerdings durften bereits vorher Akademiker in Deutschland arbeiten und hatten im Falle späterer Arbeitslosigkeit Anspruch auf entsprechende Leistungen, genauso wie Selbständige ihren Lohn mit Staatshilfe aufstocken konnten. Das galt auch für lange in Deutschland lebende Rumänen und Bulgaren.

          Der Arbeitsmarktexperte Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) warnte allerdings davor, die Zahlen zu dramatisieren. Nur gut jeder zehnte Rumäne und Bulgare in Deutschland beziehe Hartz IV. „Trotz dieses Anstiegs profitiert der deutsche Sozialstaat durch die übrigen Beschäftigten aus diesen Ländern.“ Unter den in Deutschland lebenden Polen und Ungarn wuchs die Zahl der Beschäftigten demnach im vergangenen Jahr stärker als die der Hartz-IV-Empfänger.

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