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Seit den sechziger Jahren : Es gibt doppelt so lang Rente

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Arbeitsministerin Andrea Nahles rührt die Werbetrommel für die Rente mit 63 Bild: dpa

Andrea Nahles feiert die Rentenreform als wichtigen Beitrag zur Gerechtigkeit. Sie kostet einen heute Zwanzigjährigen aber mehrere Tausend Euro, auch weil sich die Rentenbezugsdauer seit 1960 verdoppelt hat.

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          Weil die Bundesbürger immer länger leben, bekommen sie auch immer länger Rente. Seit dem Jahr 1960 hat sich die durchschnittliche Rentenbezugsdauer in etwa verdoppelt - für Frauen etwas mehr, für Männer etwas weniger. Und dies, obwohl die Möglichkeiten für einen vorgezogenen Ruhestand in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt eingeschränkt wurden.

          Im vergangenen Jahr verstorbene Frauen bezogen im Durchschnitt 21,5 Jahre lang Rente. 1960 waren es noch 10,6 Jahre gewesen. Männer konnten ihre Rente zuletzt 17 Jahre genießen, 1960 waren es erst 9,6 Jahre. Für das Jahr 1980 lauten die Vergleichszahlen 13,8 Jahre (Frauen) und 11 Jahre (Männer). Diese Zahlen wurden am Mittwoch während eines Presseseminars der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin bekannt gegeben.

          Nach Einschätzung der Statistiker steigt die Lebenserwartung weiter deutlich: Im Jahr 2060 werden Frauen ihren 65. Geburtstag im Schnitt um 25,5 Jahre überleben. Bei Männern sind es 22,3 Jahre. Weil frühere Frühverrentungs-Modelle ausgelaufen sind, gehen zunehmend mehr Bürger erst mit 65 Jahren in den Ruhestand: Nach 29 Prozent im Jahr 1996 waren es nach neuen Zahlen der Rentenversicherung 2013 schon 55 Prozent. Die abschlagsfreie Rente ab 63 könnte diese Entwicklung bremsen. Immerhin 30 Prozent der Neurentner nahmen im vergangenen Jahr Abschläge in Kauf und gingen schon mit 63 oder 64 Jahren in Rente.

          Das wird schon heute für die Jüngeren teuer: Einen heute Zwanzigjährigen kostet die Rentenreform durchschnittlich 4000 Euro, während ein heute Sechzigjähriger mit mehr als 12.000 Euro profitieren wird, errechnete die Stiftung Marktwirtschaft. Die langfristigen Kosten des Rentenpakets werden auf 285 Milliarden Euro beziffert - das sind 10,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung.

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