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Schweizer Notenbank : Hängt der Franken heimlich wieder am Euro?

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Mit dem Ende des offiziellen Mindestkurses gegenüber dem Euro hat die Schweizer Notenbank alle überrascht. Bild: Reuters

Offiziell hat die Schweizer Notenbank gerade den Mindestkurs des Franken zum Euro abgeschafft. Daraufhin schoss der Wert der Währung nach oben. Nun ist angeblich ein inoffizielles Kursziel geplant.

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          Vollkommen überraschend schaffte die Schweizer Nationalbank SNB vor zwei Wochen die Bindung des Franken an den Euro ab. Darauf wertete die Währung der Eidgenossen sprunghaft um 20 Prozent auf, die Schweizer Wirtschaft und Gewerkschaften protestierten, weil sie darum fürchten, nun schwerer konkurrieren zu können auf den Weltmärkten. Notenbankchef Thomas Jordan sagte während der anschließenden Pressekonferenz auf Nachfrage aber auch, dass die Währungshüter weiter am Devisenmarkt eingreifen werden, wenn die Umstände dies erforderlich machten.

          Nun zeichnet sich womöglich ab, was das konkret bedeutet: Angeblich arbeitet die Notenbank an einer Art inoffiziellem Euro-Mindestkurs. Von einem Korridor von 1,05 bis 1,10 Franken je Euro sei die Rede, berichtet die Zeitung „Schweiz am Sonntag“ und beruft sich dabei auf Notenbank-Kreise. Dieses Wechselkursziel, das nicht nach außen kommuniziert werde, lasse sich die Nationalbank einiges kosten: Verluste von bis zu zehn Milliarden Franken dürften in Kauf genommen werden, zitierte das Blatt einen Insider. Ein SNB-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

          Zuletzt erholte sich der Kurs des Euro etwas, er steig bis auf 1,04 Franken und entfernte sich damit wieder von der Parität. Seit Tagen spekulierten Devisenhändler denn auch, dass die SNB wieder eingegriffen haben könnte. Dies auch deshalb, weil Notenbank-Vizepräsident Jean-Pierre Danthine vor rund einer Woche gegenüber dem Züricher „Tages-Anzeiger“ bekräftigte, die Währungshüter seien bereit, auch nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses auf dem Devisenmarkt zu intervenieren.

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