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Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes : Schilda

Die zwei Fledermausbrücken in Biberach kosteten rund 435.000 Euro. Hinzu sollten 35.000 Euro für die Überwachung kommen. Für Fußgänger sind die Brücken nicht freigegeben. Bild: dpa

Viele Beispiele aus dem neuen Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes sind ärgerlich. Von einem wichtigeren Problem sollte das aber nicht ablenken: den immer wieder auftretenden Fehlplanungen bei Bauvorhaben.

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          Ein Hinweisschild zur Fähre muss für viel Geld ausgetauscht werden, weil es die falsche Farbe hat. Fledermäuse erhalten eine Brücke über eine neue Umgehungsstraße, damit sie sich besser orientieren können. Eine kommunale Finanzdezernentin wird abberufen, bevor sie ihre neue Aufgabe antritt, und ist damit lebenslang versorgt. Diese Beispiele aus dem neuen Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes erinnern an Schildbürgerstreiche – und genau das sind sie: ärgerlich, die Steuerzahler belastend und bei besserer Planung vielfach vermeidbar. Doch wie die meisten mit Blick in den eigenen Kleiderschrank zugestehen müssen, gibt es zuweilen Fehlgriffe.

          Solche Einzelfälle, so krass sie auch sein mögen, sollten von einem anderen, noch wichtigeren Problem nicht ablenken: den immer wieder auftretenden Fehlplanungen bei Bauvorhaben. Der neue Flughafen in Berlin oder die Elbphilharmonie in Hamburg sind in dieser Hinsicht unrühmliche Leuchttürme. Es dauert bei öffentlichen Bauten zu oft länger als geplant, es wird zu oft teurer. Deswegen muss sich bei der Planung solcher Vorhaben etwas ändern. Einzelne Irrtümer lassen sich nie ganz vermeiden, stets nach demselben Muster ablaufende Fehler schon.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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