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Leichter Schuldendienst : Griechenland zahlt weniger Zinsen als der Bund

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Berlin trifft Athen: Bundeskanzlerin Merkel zu Besuch bei Griechenlands Ministerpräsidenten Samaras im April 2014 Bild: Reuters

Im griechischen Wahlkampf ist die Zinslast des enormen Schuldenbergs ein Politikum. Dabei zahlt Athen im Schnitt weniger Zinsen als Berlin. Das steht im jüngsten Bericht der Troika-Geldgeber.

          Griechenland zahlt trotz seiner immensen Schulden nur äußerst moderate Zinsen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Troika-Kreisen erfahren hat und in ihrer Samstagsausgabe berichtet. Dies geht aus einem Vermerk im jüngsten Bericht der Troika-Geldgeber hervor. Die Troika besteht aus der Europäischen Union (EU), der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF).   

          Demnach zahlt Griechenland auf seine gesamte Staatsschuld im Durchschnitt nur einen Zins von 2,4 Prozent. Das ist weniger als in Deutschland der Bund, dessen ausstehenden Anleihen durchschnittlich 2,7 Prozent Zins ausweisen.

          Im Wahlkampf ist die Zinsbelastung des großen Schuldenberges (mehr als 175 Prozent der Wirtschaftsleistung) ein heftig umstrittenes Politikum. Der Anführer des linken Bündnisses Syriza Alexis Tsipras fordert einen zweiten Schuldenschnitt, da die Last angeblich unerträglich hoch sei.

          Tatsächlich aber ist die Zinslast niedrig, weil das Land überwiegend Hilfskredite zu politischen Vorzugszinsen erhalten hat. Inzwischen liegen mehr als drei Viertel der griechischen Schulden bei öffentlichen Geldgebern und damit vor allen bei den Steuerzahlern Europas.

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