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Immobiliengeschäfte : Kiel will Schlupfloch bei Grunderwerbsteuer stopfen

  • Aktualisiert am

Ein paar Prozent vom Kaufpreis fallen bei größeren Immobilienpaketen ordentlich ins Gewicht. Bild: dpa

Schon länger ärgert die Politik, dass Firmen mit einem bestimmten Trick beim Häuserkauf keine Steuern zahlen müssen. Die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein will das fürs ganze Land ändern.

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          Die Kieler Jamaika-Koalition will auf Bundesebene entschlossen gegen ein Steuerschlupfloch angehen und damit ein Vorhaben der rot-grünen Vorgängerregierung aufgreifen. Es gehe um eine eine Gerechtigkeitslücke, und zwar bei der Grunderwerbsteuer, die beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses fällig wird.

          „Anders als Privatleute können Kapitalgesellschaften diese Steuer umgehen, wenn sie Immobilien nicht zu 100 Prozent kaufen, sondern zum Beispiel 5 Prozent einer Tochter oder einem anderen Unternehmen überlassen“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Mit diesem Trick könnten sie die Grunderwerbsteuer komplett umgehen. Seine schleswig-holsteinische Landesregierung plane dagegen eine Bundesratsinitiative.

          Formell wird bei derartigen Transaktionen eine Firma und nicht ein Grundstück oder Gebäude verkauft. Bereits vergangenen September hatten die Finanzminister der Länder beschlossen, mit dem Bund eine Gesetzesänderung zu erarbeiten, um die Steuervermeidung zu stoppen oder einzudämmen. Die Grunderwerbssteuer beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent vom Kaufpreis und fließt in die Kassen der Länder.

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