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Schäuble geißelt irische Banker : „Wir müssen denen das Handwerk legen“

Wolfgang Schäuble Bild: dpa

Nach Kanzlerin Merkel geht auch der deutsche Finanzminister hart ins Gericht mit irischen Spitzenbankern. Die hatten in nun bekannt gewordenen Telefonaten deutsche Kunden verhöhnt und sich über ihre Rettung durch Steuermilliarden lustig gemacht.

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          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die irischen Spitzenbanker, die sich zynisch über ihre Rettung durch Steuermilliarden äußerten und deutsche Kunden verhöhnten, hart angegangen. „Diese Banker gefielen sich offensichtlich in der Rolle von abgehobenen Übermenschen, die nur Verachtung für ihre Mitmenschen haben. Dabei waren sie es, denen unsere Verachtung zuteil kommen sollte und denen wir das Handwerk legen müssen“, sagte Schäuble der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Schon am Freitag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf reagiert auf die nun herausgekommenen Telefonate. Die Kanzlerin sagte, sie haben für diese Leute „wirklich nur Verachtung“ übrig. Mittlerweile erwägt die irische Notenbank, Berufsverbote gegen die entsprechenden Bankmanager zu verhängen.

          In Telefonaten aus dem Jahr 2008, die jetzt von der Zeitung „Irish Independent“ veröffentlicht wurden, hatten sich Manager der Anglo Irish Bank über ihre Rettung durch Steuergelder lustig gemacht. Sie beschimpften Kunden als „Scheißdeutsche“; ein Manager intonierte die erste Strophe des Deutschlandliedes und bekundete so seinen Hohn über deutsche Anleger. „Wir werden das Geld zurückzahlen, wenn wir es haben ... also nie“, lautet ein Satz aus den Gesprächen.

          Schäuble sagte, die Telefonmitschnitte belegten, „wie notwendig und wichtig es war, in den Finanzmärkten klare Regeln einzuziehen“. Auf diesem Weg habe man viel geschafft. Dazu gehörten die Eigenkapitalregeln, europäische Regeln zur Bankenabwicklung und Boni-Obergrenzen für Banker. „Aber die Aufnahmen belegen, dass es unverändert wichtig ist, nicht zu meinen, dass alles jetzt gut sei, sondern vorsichtig und aufmerksam zu bleiben, um solchen Machenschaften zu begegnen“, sagte der Finanzminister.

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