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Schacht Konrad : Umbau zum Atom-Endlager endgültig genehmigt

  • Aktualisiert am

Mit Hilfe einer Teilschnittmaschine sollen in der Schachtanlage Konrad Räume zur Endlagerung geschaffen werden Bild: dpa

Der Umbau von Schacht Konrad in Salzgitter zu einem Atom-Endlager ist endgültig genehmigt worden. Der Planfeststellungsbeschluss wurde nach einem fast 20-jährigen Verfahren bereits im Jahr 2002 erteilt. Das Endlager soll 2013 in Betrieb genommen werden.

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          Der Umbau von Schacht Konrad in Salzgitter zu einem Atom-Endlager ist endgültig genehmigt worden. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz am Donnerstag in Salzgitter mitteilte, hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie den „Hauptbetriebsplan für die Errichtung des Endlagers Konrad“ zugelassen. Dies sei ein „entscheidender Schritt“ bei der Umrüstung des Schachtes zu einem Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Der Plan sei die bergrechtliche Ergänzung des atomrechtlichen Planfeststellungsbeschlusses aus dem Jahr 2002. Schacht Konrad befindet sich in einem ehemaligen Eisenerzbergwerk.

          Das Endlager soll 2013 in Betrieb genommen werden. Laut Bundesamt für Strahlenschutz ist nun gewährleistet, dass bis zur Inbetriebnahme auch die Arbeiten erfolgen können, die nicht bereits Inhalt der atomrechtlichen Genehmigung sind. So umfasse die bergrechtliche Genehmigung die Sanierung der bestehenden Schachtförderanlagen, die unabhängig von der Nutzung als Endlager vor allem aus Gründen der Arbeits- und Betriebssicherheit notwendig seien.

          Atomendlager Schacht Konrad

          In den Stollen dürfen 303.000 Kubikmeter Atommüll von geringer Wärmeentwicklung entsorgt werden. Solcher schwach und mittel radioaktiver Abfall macht 95 Prozent des gesamten deutschen Atommülls aus. Er fällt in Kraftwerken und bei der Wiederaufarbeitung ebenso an wie in Forschungslabors, Kliniken oder in der Industrie.

          In den 50er Jahren waren zwei Schächte für das Bergwerk bis knapp 1200 Meter in die Tiefe getrieben worden. 1965 wurde der Erzabbau
          begonnen, aber schon 1976 wieder eingestellt, da das Erz aus Niedersachsen international nicht konkurrenzfähig war.

          1982 wurde der Antrag auf Bau und Genehmigung eines Atomendlagers gestellt. Während des Genehmigungsverfahrens machten knapp 300.000
          Bürger schriftlich Einwände gegen die Pläne. Die Proteste dauern bis heute an.

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