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Nach Embargo : Russland stellt Armeeübungszentrum ohne Deutschland fertig

  • Aktualisiert am

Ein russischer T-72-Panzer bei einer Militärübung in der Region Astrakhan Bild: Picture-Alliance

Bei Moskau sollte ein hochmodernes Gefechtszentrum entstehen. Doch wegen des Embargos durfte Rheinmetall nicht liefern. Nun ist eine Moskauer Firma eingesprungen.

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          Acht Monate nach dem deutschen Ausfuhrverbot für ein Gefechtsübungszentrum der Firma Rheinmetall nach Russland soll ein Moskauer Unternehmen den Auftrag fertigstellen. Die nicht gelieferte Ausrüstung werde von der Firma Garnison bereitgestellt, sagte Vizeverteidigungsminister Juri Borissow nach Agenturberichten in Moskau. An einer Schadenersatzklage wegen des Ausfalls halte Russland fest, hieß es.

          Das Übungszentrum des deutschen Heeres war die Vorlage für das geplante Gefechtszentrum bei Moskau, für das die Bundesregierung Rheinmetall wegen der Ukraine-Krise die Genehmigung entzogen hatte. Der Konzern rechnet deswegen mit Kosten von bis zu 20 Millionen Euro und will vom Staat entschädigt werden.

          Für das Trainingszentrum in Mulino im Wolga-Gebiet sollte der Konzern unter anderem eine Anlage für Live-Gefechtssimulationen liefern. Das Auftragsvolumen hatte sich auf insgesamt rund 120 Millionen Euro belaufen. Auf der Bilanzpressekonferenz im März hatte Vorstandsvorsitzender Armin Papperger berichtet, der Auftrag sei bereits weitgehend abgearbeitet.

          In der Anlage in Mulino rund 350 Kilometer östlich von Moskau sollen russische Soldaten mit Lasertechnik Kampfsituationen ohne scharfe Munition üben. Rund 30.000 Armeeangehörige sollen dort jährlich ausgebildet werden.

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