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Nach Sanktionen : Russland kauft viel mehr Rindfleisch aus Brasilien

  • Aktualisiert am

Auch Rindfleisch aus Deutschland dürfen russische Unternehmen ein Jahr lang nicht einführen. Bild: Röth, Frank

Russland hat wegen des Ukraine-Konflikts Lebensmitteleinkäufe in vielen westlichen Ländern untersagt. Brasilien ist dankbar: Und füllt nun offenbar teilweise diese Lücke.

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          Russland hat offenbar schon früh auf die von ihm selbst gegenüber Europa und den Vereinigten Staaten verhängten Lebensmittel-Sanktionen reagiert - und kauft zum Beispiel nun viel mehr Rindfleisch aus Brasilien ein. Im Juli stiegen die Exporte aus dem südamerikanischen Land um rund 79 Prozent von 23.000 auf 41.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte der Verband der brasilianischen Fleischexporteure (Abiec) schon zu Beginn dieser Woche mit.

          Zu den jeweils gezahlten Preisen stiegen die Rindfleisch-Ausfuhren sogar noch deutlich stärker: Sie legten nach Angaben lokaler Medien im Juli um 113 Prozent auf 181 Millionen Dollar zu.

          Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise hatte Moskau kürzlich Einfuhrverbote für viele Lebensmittel aus westlichen Ländern verhängt. Der Kreml reagierte damit auf Handelsverbote und -beschränkungen, die zuvor von der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und einigen anderen Ländern auf den Weg gebracht worden waren. Die infolgedessen ausfallenden  Fleisch-Lieferungen will das Land nun auch mit Hilfe südamerikanischer Produzenten kompensieren.

          Brasilien hofft auf einen weiteren Anstieg der Exportzahlen. Auch die Geflügelwirtschaft des Landes rechnet mit einer deutliche Belebung des Russland-Geschäftes. Brasilien ist der weltgrößte Exporteur sowohl von Rindfleisch als auch von Geflügelfleisch.

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