https://www.faz.net/-gqe-7xv0i

Rubel-Krise : Russische Zentralbank muss erste Bank retten

  • Aktualisiert am

Der Rubel hat in diesem Jahr rund 45 Prozent seines Wertes gegenüber dem Dollar verloren. Bild: dpa

Einst machte der amerikanische Kinostar Bruce Willis Werbung für die Trust Bank. Nun ist sie die erste Bank seit Ausbruch der Rubel-Krise, die gerettet werden muss.

          Die russische Zentralbank muss erstmals seit Ausbruch der Rubel-Krise eine Bank vor der Pleite retten. Der durch Werbung mit dem amerikanischen Kinostar Bruce Willis bekanntgewordene Trust Bank werden bis zu 30 Milliarden Rubel (rund 435 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt, teilte die Notenbank am Montag in Moskau mit. Die Agentur für Einlagensicherung werde zudem die Aufsicht über das angeschlagene Institut übernehmen. Diese Maßnahmen „werden es Trust ermöglichen, den Zahlungsverkehr nahtlos fortzusetzen“.

          Trust liegt in der Rangliste der größten russischen Banken auf Platz 32. Privatkunden hielten zum 1. Dezember Guthaben in Höhe von 145 Milliarden Rubel (2,1 Mrd Euro). Die Zentralbank kündigte an, einen Investor für Trust zu suchen. Das könnte eine der größeren Banken des Landes sein.

          Wegen der westlichen Sanktionen gegen Russland und des Ölpreisverfalls hat der Rubel in diesem Jahr rund 45 Prozent seines Wertes gegenüber dem Dollar verloren. Das setzt den Bankensektor unter Druck. Die Regierung soll ihn mit bis zu einer Billion Rubel (knapp 15 Milliarden Euro) stützen, beschloss das Parlament am Freitag.

          Der russische Staat hat dieses Jahr bereits mehreren Banken unter die Arme gegriffen, die wegen der Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts von den westlichen Kreditmärkten abgeschnitten sind. Zu den bisherigen Empfängern der Staatshilfen gehörte unter anderem die Großbank VTB.

          Weitere Themen

          China und Deutschland im Schulterschluss Video-Seite öffnen

          Neue Finanz-Kooperation : China und Deutschland im Schulterschluss

          Deutsche und chinesische Finanzunternehmen können künftig einfacher im jeweils anderen Land Fuß fassen. Das verhandelten Bundesfinanzminister Olaf Scholz und der chinesische Vize-Regierungschef Liu He am Freitag in Peking.

          Topmeldungen

          TSG Hoffenheim : Her mit dem Bayern-Hattrick!

          Zwei Siege über den FC Bayern kann sich Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann bereits in die Vita schreiben. Damit der Hattrick gelingt, müssen die Hoffenheimer jedoch einen Hinrundenfluch besiegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.