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Rückzieher der Genossen : Doch keine Bremse für Managergehälter

  • -Aktualisiert am

Deutschlands Manager dürfen künftig doch unbegrenzt viel mehr als ihre Angestellten verdienen. Bild: dpa

Eigentlich wollte die SPD die Gehälter von Vorständen börsennotierter Unternehmen begrenzen. Nun verzichtet sie nach F.A.Z.-Informationen in den Verhandlungen mit der Union auf diese Forderung.

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          Im ihrem Kampf gegen überhöhte Managergehälter hat die SPD nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in letzter Minute einen Rückzieher gemacht. In den derzeit laufenden Verhandlungen für eine große Koalition mit der Union verzichteten die Sozialdemokraten in der vergangenen Nacht auf eine Regelung, die sie zuvor in der zuständigen Arbeitsgruppe selbst durchgesetzt hatten: Börsennotierte Unternehmen sollten demnach künftig festlegen müssen, wie viel mehr ihre Vorstände höchstens verdienen dürfen als der Durchschnitt der eigenen Belegschaft.

          Noch am Wochenende hatte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, gelobt: „Es ist gut, dass wir im Entwurf des Koalitionsvertrages erstmals eine Grenze für Managergehälter eingezogen haben.“

          Wirtschaftsverbände wandten sich jedoch gegen diese Reform. Dem Vernehmen nach hatte insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Bedenken, durch die Veröffentlichung einer solchen Verhältnis-Zahl eine Neid-Debatte zu schüren.

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