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F.A.Z. exklusiv : Immer mehr Rehas wegen psychischer Erkrankungen

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Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Rentenversicherung 156.500 stationäre Rehabilitationsleistungen wegen psychischer Erkrankungen bewilligt. Bild: dpa

Mehr und mehr Menschen gehen wegen psychischer Erkrankungen in Reha. Vor allem im Vergleich mit vor zehn Jahren ist der Unterschied dramatisch, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

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          Immer mehr Menschen nehmen wegen psychischer Erkrankungen Reha-Leistungen in Anspruch, um wieder fit für den beruflichen Alltag zu werden. Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Rentenversicherung 156.500 stationäre Rehabilitationsleistungen wegen psychischer Erkrankungen bewilligt – mehr als jemals zuvor.

          Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Im Jahr 2015 waren 155.000 Patienten Aufenthalte in Reha-Kliniken zugestanden worden. Vor zehn Jahren lag die Zahl noch um rund 70 Prozent niedriger, da waren es 92.750 Rehabilitationen.

          Die häufigsten Diagnosen, die eine Reha notwendig erscheinen lassen, sind depressive Störungen und Angsterkrankungen. Im Jahr 2016 waren 55 Prozent der Reha-Patienten Frauen. Die Erfolgsaussichten dieser Behandlungen bewertet die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, als sehr hoch.

          Die Rehabilitation ermögliche vielen Versicherten mit psychischen Störungen, trotz einer gesundheitlichen Beeinträchtigung im Erwerbsleben zu bleiben, sagte sie der F.A.Z. in Berlin. „Unsere Erhebungen haben gezeigt, dass bei rund 85 Prozent der Versicherten eine Rehabilitation wegen einer psychischen Erkrankung zu einer Eingliederung in das Berufsleben geführt hat.“ Eine Erwerbsminderungs- oder Altersrente bezogen zwei Jahre nach der Rehabilitation rund 15 Prozent.

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