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Rechnungshof : Jede dritte Krankenhausabrechnung fehlerhaft

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Die Rechnungen der Krankenhäuser werden von den Krankenkassen in Stichproben geprüft. Der Rechnungshof moniert, es würden aber nur wenige Stichproben gezogen. Bild: dpa

Laut Bundesrechnungshof enthält etwa jede dritte Krankenhausabrechnung Fehler. Dadurch würden jährlich 875 Millionen Euro zu Unrecht an Krankenhäuser gezahlt. Falsche Abrechnungen würden bislang nicht richtig sanktioniert.

          Etwa jede dritte Krankenhausabrechnung ist nach Erkenntnissen des Bundesrechnungshofes fehlerhaft. Jährlich zahlen die gesetzlichen Krankenkassen 50 Milliarden Euro für Krankenhausleistungen. Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass 30 Prozent der geprüften Abrechnungen fehlerhaft sind. Dadurch würden jährlich rund 875 Millionen Euro zu Unrecht an Krankenhäuser gezahlt, teilte der Bundesrechnungshof nach Prüfungen am Dienstag in Bonn mit. Das Geld müsse an die gesetzlichen Krankenkassen zurückerstattet werden.

          Nach Einschätzung des Rechnungshofes hat das Abrechnungssystem der Krankenhäuser mehrere Schwächen: Die Zuordnung der Leistungen zu Kostensätzen sei äußerst kompliziert. Das Fallpauschalensystem sei zu komplex mit seinen 13.200 Diagnosen und 25.500 Therapien. Schon einfache Zuordnungsfehler könnten erhebliche finanzielle Konsequenzen haben. Wird die Haupt- mit der Nebendiagnose vertauscht, könne die Rechnung drastisch steigen. Die Krankenhäuser könnten solche Veränderungen in IT-Programmen simulieren und damit ihre Abrechnungen „optimieren“, schreibt der Rechnungshof in seinem Gutachten (S. 25ff).

          Falsche Abrechnungen würden bislang nicht richtig sanktioniert: „Werden überhöhte Abrechnungen aufgedeckt, belastet dies die Krankenhäuser nicht mehr, als wenn sie richtig abgerechnet hätten“, heißt es in dem Gutachten. Fehlerhaft abrechnende Krankenhäuser müssten lediglich den überzahlten Betrag der Krankenkasse erstatten.

          Die Krankenkassen sind laut Gutachten zwar gesetzlich verpflichtet, die Krankenhausabrechnungen zu prüfen, es würden aber nur wenige Stichproben geprüft. Das Interesse sei dafür bisweilen gering, weil die Fehler nicht auf alle Abrechnungen des Krankenhauses hochgerechnet werden könnten. Es würden nur die Fälle erstattet, die in die Stichprobe fallen.

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