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Kommentar : Radfahrer zahlen mit

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Der Irrsinn der deutschen Ökostromförderung geht weiter. Jetzt wird das als ökologisch sinnvoll geltende Fahren mit Bus und Bahn teuer.

          Der Irrsinn der deutschen Ökostromförderung geht weiter. Jetzt wird das als ökologisch sinnvoll geltende Fahren mit Bus und Bahn teuer. Mit der EEG-Reform will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eigentlich die steigenden Ökostromausgaben der Privatverbraucher eindämmen. Unternehmen sollen dann mehr zahlen.

          Was er unter den Tisch fallen lässt: Unternehmen geben steigende Kosten an die Kunden weiter. So erhöhen kommunale Verkehrsbetriebe ihre Preise. In Frankfurt kostet die Einzelfahrt im kommenden Jahr fast sechs Prozent mehr. Wer höhere Preise noch nicht angekündigt hat, wird nachziehen. Das liegt auch an höheren Personalkosten. Und Nahverkehrsbetriebe legen gern eine Schippe oben drauf. Im Ruhrgebiet nutzen sie die Gelegenheit, um die Preise stärker zu erhöhen.

          Denn kommunale Verkehrsunternehmen arbeiten defizitär. Die Einnahmen aus den Fahrpreisen decken ungefähr die Hälfte der Kosten. Für den öffentlichen Nahverkehr kommt jeder auf: Wer weder Bus noch Bahn fährt, finanziert durch kommunale Abgaben und Gebühren das Verkehrsgeschäft mit. Selbst der klimafreundliche Radfahrer zahlt daher den Energieverbrauch im Nahverkehr mit.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft.

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