„Privileg für langjährig Versicherte absurd“ : Arbeitgeber fordern Rente mit 67 für alle

Auch wenn die Rente mit 67 kommt, muss nicht jeder so lange warten. Wer 45 Jahre gearbeitet hat, kann schon mit 65 Jahren ohne Abschläge aufhören. Die Arbeitgeber sehen in dieser Ausnahme ein „absurdes Privileg“.
Die Arbeitgeber nehmen einen neuen Anlauf gegen eine gesetzliche Ausnahme von der „Rente mit 67“. Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) wendet sich vor allem gegen das Privileg für langjährig Versicherte, trotz der Heraufsetzung der Altersgrenze auch künftig nach 45 Beitragsjahren ohne Rentenabschläge mit 65 Jahren in Ruhestand gehen zu können. „Die neuesten Zahlen der Rentenversicherung bestätigen: Die Rente für besonders langjährig Versicherte ist ein unsinniges Privileg für die Empfänger hoher Renten“, kritisiert BDA-Geschäftsführungsmitglied Alexander Gunkel. „Dass ausgerechnet sie von der Rente mit 67 ausgenommen sind, ist absurd und bedeutet eine falsche Umverteilung von unten nach oben.“ Die Rente für langjährig Versicherte liege im Durchschnitt fast doppelt so hoch wie die aller übrigen Altersrentner, sagte Gunkel der F.A.Z. am Mittwoch in Berlin.





