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Privatisierungen gestoppt : Athen auf Konfliktkurs

  • -Aktualisiert am

Einen Tag nach Amtsantritt hat die neue griechische Regierung die Privatisierung der Häfen von Piräus und Thessaloniki gestoppt. Die neue Politik könnte auch den deutschen Flughafenbetreiber Fraport treffen.

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          Aktionäre von Fraport reagieren gelassen auf Meldungen, dass die neue Regierung in Athen womöglich prominente Privatisierungsprojekte stoppt. So könnte neben dem Containerhafen in Piräus bald auch die Betreiberlizenz für die 14 Regionalflughäfen in Griechenland vor dem Aus stehen. Eine Konzession für dieses Vorhaben hatte Deutschlands größter Flughafenbetreiber erst Ende November für 1,2 Milliarden Euro formal erworben.

          Doch im Gegensatz zum Prestigeprojekt von Piräus, in das der chinesische Investor rund 320 Millionen Euro stecken muss, ist der Einstieg des Betreibers Fraport juristisch keineswegs vollzogen. Erst im Herbst soll es so weit sein, auch der Milliardenbetrag für die auf 40 Jahre befristete Betreiberlizenz wurde noch nicht überwiesen.

          Ein möglicher Stopp des Fraport-Projekts in Griechenland schädigte auf deutscher Seite also niemanden. Die Folgen für die Tourismusindustrie, das Herzstück der griechischen Volkswirtschaft, aber wären fatal. Die nationalen Reiseveranstalter sind auf einen reibungslosen Betrieb der Flughäfen in den wichtigsten Ferienregionen angewiesen. Und den würde Fraport angesichts sprudelnder Lizenzeinnahmen gewiss garantieren.

          Ulrich Friese

          Redakteur in der Wirtschaft.

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