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Preise steigen : Butter kostet 40 Prozent mehr als vor einem Jahr

  • Aktualisiert am

Ein dick bestrichenes Butterbrot Bild: dpa

Die Verbraucherpreise sind im September so stark gestiegen wie lange nicht mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat. Waren und Dienstleistungen kosten 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor: Heizöl war um fast ein Viertel teurer und Butter um 42,4 Prozent.

          Waren und Dienstleistungen waren im September 1,3 Prozent teurer als noch ein Jahr zuvor. Damit sind die Verbraucherpreise in Deutschland so stark gestiegen wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit. Höher war die Inflation zuletzt im November 2008, als der Preisanstieg 1,4 Prozent betragen hatte. Im Vergleich zum August 2010 ist der Verbraucherpreisindex jedoch im September um 0,1 Prozent leicht gesunken.

          Der größte Preistreiber war nach Angaben des Bundesamtes wie in den Vormonaten Energie und Lebensmittel. Heizöl kostete im September 23,6 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor, Kraftstoffe waren 8,7 Prozent teurer. Die Strompreise stiegen im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent, während Gas 3,5 Prozent weniger kostete. Für Lebensmittel, deren Preise im Krisenjahr 2009 deutlich gesunken waren, mussten Verbraucher im September 3,0 Prozent mehr ausgeben. Teurer wurden etwa Speisefette und -öle (plus 16,6 Prozent) sowie Butter (plus 42,4 Prozent). Günstiger wurden hingegen Süßwaren, Brot und Getreideprodukte. Energie und Nahrungsmittel machen zusammen knapp 20 Prozent der Ausgaben privater Haushalte aus. Ohne die beiden hätte die Inflationsrate im September 2010 bei 0,7 Prozent gelegen.

          Preisentwicklungen waren manchmal gegenläufig

          Die Inflationsrate gemessen am Verbraucherpreisindex lag im Juli bei 1,2 Prozent und im August bei 1,0 Prozent. Der Preisauftrieb hat sich im September 2010 wieder verstärkt: Eine noch höhere Inflationsrate wurde zuletzt im November 2008 mit 1,4 Prozent registriert. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von zwei Prozent wird im September 2010 jedoch weiterhin deutlich unterschritten.

          Die Preise für Waren erhöhten sich im Vergleich zum September des Vorjahres überdurchschnittlich um 1,7 Prozent. Am stärksten stiegen die Preise für Verbrauchsgüter mit 2,7 Prozent. Die Preisentwicklung bei langlebigen Gebrauchsgütern blieb verbraucherfreundlich (minus 0,2 Prozent). Preise für Dienstleistungen erhöhten sich im gleichen Zeitraum im Durchschnitt um 0,8 Prozent. Auch in dieser Gütergruppe wurden gegenläufige Preisentwicklungen beobachtet (Nettokaltmieten: plus 1,1 Prozent, Pauschalreisen: minus 1,5 Prozent).

          Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im September 2010 um 1,3 Prozent höher als im September 2009. Im Vergleich zum Vormonat August sank der Index um 0,2 Prozent.

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