https://www.faz.net/-gqe-8bzhl

Peter Wollseifer : Handwerk gegen Mindestlohn-Ausnahme für Flüchtlinge

  • Aktualisiert am

Die bestehenden Ausnahmemöglichkeiten vom Mindestlohn reichen auch für die vielen Flüchtlinge, sagt Handwerkspräsident Peter Wollseifer. Bild: dpa

Flüchtlinge müssen so schnell wie möglich in Arbeit gelangen. Eine generelle Ausnahme vom Mindestlohn braucht es dafür nicht, sagt der Handwerkspräsident.

          1 Min.

          Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat sich dagegen ausgesprochen, Flüchtlinge generell vom Mindestlohn auszunehmen. Zwar sollten die geltenden Instrumente der Arbeitsagentur genutzt werden, Flüchtlinge für sechs Monate vom Mindestlohn auszunehmen - wie dies im Falle von Langzeitarbeitslosen möglich sei, sagte Wollseifer im Deutschlandfunk.

          Er sei aber gegen eine Ausnahme, die darüber hinausgehe. Wollseifer unterstrich, angestrebt werden müsse, möglichst viele Flüchtlinge in Arbeit zu bringen und auch auszubilden. Nötigenfalls müsse man dafür auch staatliche Förderprogramme auflegen.

          Junge Asylbewerber müssten zunächst auf eine Ausbildung vorbereitet werden, denn für einen sofortigen Start reiche die Qualifizierung in den meisten Fällen nicht aus. Das Handwerk sei mit seinen rund 550 Bildungsstätten bereit und in der Lage, kurzfristig Unterstützung zu geben. „Wir könnten schon relativ schnell eine größere Zahl junger Menschen qualifizieren“, sagte Wollseifer.

          Weitere Themen

          Weg mit der Mähne!

          Friseure öffnen Montag : Weg mit der Mähne!

          Von Montag an tut sich was auf den Köpfen: Dann gibt es endlich wieder einen frischen Schnitt und neue Farbe fürs Haar. Die Salons werden die Preise wohl nicht erhöhen. Eine Nachricht von Olaf Scholz dürfte die Friseure nicht erfreuen.

          Topmeldungen

          Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr, und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), bei einer Pressekonferenz im März 2020

          Kramp-Karrenbauer zum KSK : „Generalinspekteur Zorn hat Fehler gemacht“

          In der jüngsten Debatte über das KSK gesteht die Verteidigungsministerin Fehler ihres Generalinspekteurs ein. Der habe das Parlament nicht ausreichend informiert. Berichte über eine Ablösung von Kommandeur Kreitmayr weist sie als „Fake News“ zurück.
          Olaf Scholz im Willy-Brandt-Haus

          Finanzpolitik : Scholz will höhere Steuern für Besserverdienende

          Der Bundesfinanzminister will mittlere und untere Einkommen entlasten. Die derzeitige Finanzpolitik mit hohen, kreditfinanzierten Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Krise will er fortsetzen: „Da gilt es zu klotzen, nicht zu kleckern“, so Scholz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.