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Peter Wollseifer : Handwerk gegen Mindestlohn-Ausnahme für Flüchtlinge

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Die bestehenden Ausnahmemöglichkeiten vom Mindestlohn reichen auch für die vielen Flüchtlinge, sagt Handwerkspräsident Peter Wollseifer. Bild: dpa

Flüchtlinge müssen so schnell wie möglich in Arbeit gelangen. Eine generelle Ausnahme vom Mindestlohn braucht es dafür nicht, sagt der Handwerkspräsident.

          Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat sich dagegen ausgesprochen, Flüchtlinge generell vom Mindestlohn auszunehmen. Zwar sollten die geltenden Instrumente der Arbeitsagentur genutzt werden, Flüchtlinge für sechs Monate vom Mindestlohn auszunehmen - wie dies im Falle von Langzeitarbeitslosen möglich sei, sagte Wollseifer im Deutschlandfunk.

          Er sei aber gegen eine Ausnahme, die darüber hinausgehe. Wollseifer unterstrich, angestrebt werden müsse, möglichst viele Flüchtlinge in Arbeit zu bringen und auch auszubilden. Nötigenfalls müsse man dafür auch staatliche Förderprogramme auflegen.

          Junge Asylbewerber müssten zunächst auf eine Ausbildung vorbereitet werden, denn für einen sofortigen Start reiche die Qualifizierung in den meisten Fällen nicht aus. Das Handwerk sei mit seinen rund 550 Bildungsstätten bereit und in der Lage, kurzfristig Unterstützung zu geben. „Wir könnten schon relativ schnell eine größere Zahl junger Menschen qualifizieren“, sagte Wollseifer.

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