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Internet-Milliardär : Peter Thiel will Präsident Trump helfen

  • Aktualisiert am

Peter Thiel hat am 31. Oktober vor der amerikanischen Hauptstadt-Presse noch einmal erklärt, warum er Donald Trump unterstützt. Bild: AFP

Er unterstützte Trump im Wahlkampf als einziger prominenter Internet-Unternehmer – mit Worten und Geld. Was hat Peter Thiel nun vor?

          Peter Thiel, Internet-Milliardär, früher Facebook-Investor und Paypal-Gründer, hat im Wahlkampf für den neuen Präsidenten Donald Trump lautstark die Werbetrommel gerührt. Er sprach auf dem Nominierungsparteitag und gab kurz vor der Wahl in Washington eigens eine Pressekonferenz, in der er erläuterte, wieso er trotz aller Skandale den republikanischen Kandidaten favorisierte. Außerdem spendete er 1,25 Millionen Dollar für dessen Kampagne.

          Thiel war eine absolute Ausnahme - einen prominenten Unterstützer aus dem Silicon Valley gab es für den Immobilienmilliardär aus New York sonst nicht.

          Wird dieser ehemalige Goldman-Banker Trumps Finanzminister?

          Nun hat Trump gewonnen und die Frage lag im Raum, ob Thiel womöglich in die neue Administration in Washington aufrücken werde, in welcher Position auch immer. Er wird es nicht tun, berichtet die „New York Times“. Er wolle auch nicht einen Jugendtraum erfüllen und Richter am mächtigen Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten werden, sagte er in dem Interview - eine Position ist dort schon länger vakant.

          „Eine Seite im Buch der Geschichte ist umgeschlagen und das eröffnet die Möglichkeit, über einige unserer Probleme aus einer neuen Perspektive nachzudenken“, sagte Thiel demzufolge. Auch ohne formellen Posten unter Trump machte er klar: „Ich werde versuchen, dem Präsidenten in jeder Hinsicht zu helfen wie ich kann.“

          Thiel sagte auch, dass er selbst nie daran gezweifelt habe, dass Trump die Wahl gewinnen würde. Trumps Wähler seien nicht von den Umfragen erfasst worden - ganz ähnlich wie das vor dem EU-Austrittsreferendum der Briten mit den Brexit-Befürwortern der Fall gewesen sei.

          Als Grund für Trumps Wahlsieg nennt Thiel die wirtschaftliche Verfassung der Vereinigten Staaten. Bereits im Wahlkampf hatte er - wie Trump - immer wieder darauf abgestellt, dass sich die größte Volkswirtschaft der Welt eher in einem desolaten Zustand befinde. Er steht damit eher im Widerspruch zur Mehrheit der Ökonomen und auch zu den gängigen Wirtschaftskennzahlen.

          Mit Blick auf seine eigene Branche forderte er mehr Selbstkritik. Der „enorme Reichtum“, den die Technologie-Branche geschaffen hat, sei nicht weit verteilt worden. Das sei ein Problem, dass die “Community“ reflektieren und angehen müsse.

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