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„Persönliche Attacke“ : Deutsche Bank weist Bischof-Kritik zurück

  • Aktualisiert am

Josef Ackermann Bild:

Ist das Geld zum Gott geworden? Der evangelische Bischof Wolfgang Huber hat Josef Ackermann überzogene Renditeziele vorgeworfen - das sei eine „Form des Götzendienstes“. Die Bank empfindet die Kritik „sowohl in der Sache wie in der Form als unangebracht“.

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          Die Deutsche Bank hat verärgert auf Kritik des EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, an Vorstandschef Josef Ackermann reagiert. Huber hatte Ackermann in einem am Heiligabend verbreiteten Interview vorgeworfen, überzogene Renditeziele vorgegeben und damit Gewinnvorstellungen Vorschub geleistet zu haben, von denen klar sei, dass sie irgendwann zusammenbrechen müssten.

          Er wünsche sich von Managern mehr Bescheidenheit, betonte Huber. Als negatives Beispiel führte er den Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann an. Zur Begründung verwies er auf das von Ackermann vorgegebene Renditeziel von 25 Prozent. Solche Ziele zu setzen, sei eine Form des Götzendienstes, der ihn an den „Tanz ums goldene Kalb“ erinnere. „In den aktuellen Zusammenhängen ist das Geld zum Gott geworden“, sagte der Bischof.

          Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, das Geldinstitut betrachte die „persönliche Attacke von Bischof Huber“ auf Ackermann an Heiligabend „sowohl in der Sache wie in der Form als unangebracht“.

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