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Ölexporte : Iran akzeptiert Yuan als Zahlungsmittel

  • Aktualisiert am

Neuer Abnehmer? Iranischer Tanker vor Singapur Bild: REUTERS

Angesichts des Embargos der westlichen Welt findet Iran offenbar Wege, sein Öl gegen Yuan-Devisen nach China zu exportieren. Die chinesische Währung wird von Teheran als Zahlungsmittel akzeptiert.

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          Um Umsatzeinbußen durch westliche Embargos auszugleichen, lässt sich die iranische Regierung einiges einfallen: Nach Discount-Preisen für asiatische Großabnehmer akzeptiert das Land nach einem Bericht der britischen „Financial Times“ (FT) bei Geschäften mit China nun auch den Renminbi als Zahlungsmittel.

          Dabei beruft sich die Zeitung auf industrielle Kreise in Peking und Kuwait sowie auf Banker in Dubai. Eine Bestätigung gebe es auch vom iranischen Botschafter in den Vereinigten Arabischen Emiraten, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

          Iran, einer der größten Ölproduzenten weltweit, steht wegen seines Atomprogramms in der Kritik und wird von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union sanktioniert. Bis zuletzt konnte das Land den Verdacht nicht entkräften, sein Forschungsprogramm für militärische Zwecke zu nutzen.

          Bei dem Renminbi-Deal mit China soll es sich laut „FT“ um ein klassisches Gegengeschäft handeln: Die eingenommenen Devisen fließen im Gegenzug für importierte Waren und Dienstleistungen zurück in die Volksrepublik.

          Petrochemische Anlage in Khuzestan, Iran

          Das liegt auf der Hand, denn die chinesische Währung ist bislang ohnehin nicht frei handelbar, so dass der Nutzen für Iran im internationalen Handel begrenzt wäre. Das vereinbarte Geschäftsvolumen soll sich dem Bericht zufolge auf 20 bis 30 Milliarden Dollar pro Jahr belaufen.

          Die Transaktionen sollen größtenteils über Sinopec, die zweitgrößte chinesische Ölgesellschaft, und Zhuhai Zhenrong, eine weitere Handelsfirma, abgewickelt werden.

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