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Öl-Lieferstopp : Kali-Streit zwischen Russland und Weißrussland eskaliert

  • Aktualisiert am

Transneft-Pumpstation Bild: REUTERS

Gerade ist in Weißrussland der Chef eines großen russischen Kali-Unternehmens verhaftet worden. Nun schlägt Russland zurück: Es will weniger Öl an den Nachbarn liefern.

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          Im Milliarden Dollar umfassenden Streit um das Geschäft mit Kalisalz will Russland den Nachbarstaat Weißrussland offenbar mit Handelseinschränkungen unter Druck setzen. Der staatliche Rohstoffkonzern Transneft kündigte an, die Öllieferungen in das autoritär regierte Weißrussland im September um 400.000 Tonnen und damit um rund ein Viertel zu kürzen. Als offiziellen Grund nannte das Unternehmen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge Renovierungsarbeiten an den Pipelines.

          Das hoch verschuldete Weißrussland ist stark von russischen Rohstofflieferungen abhängig. Der Westen hat die ehemalige Sowjetrepublik wegen Menschenrechtsverletzungen mit Sanktionen belegt.

          Importstopp für Milch

          Kommentatoren in Moskau sprachen von einer Reaktion auf die Inhaftierung des Chefs des russischen Bergbaukonzerns Uralkali in Minsk. Weißrussland wirft Wladislaw Baumgertner vor, dem Land durch die Auflösung eines Gemeinschaftsunternehmens einen Schaden von 100 Millionen Dollar zugefügt zu haben. Wegen „Amtsmissbrauchs“ drohen Baumgertner zehn Jahre Haft. Kalisalz dient vor allem der Herstellung von Düngemitteln.

          Zudem warnte der oberste russische Verbraucherschützer Gennadi Onischtschenko vor Qualitätsmängeln in weißrussischen Milchprodukten. Das deutet nach Ansicht von Experten auf einen drohenden Importstopp hin. Russland ist der wichtigste Markt für die weißrussische Landwirtschaft.

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