https://www.faz.net/-gqe-yqxs

Ökostrom-Transport : Bahn könnte beim Atomausstieg helfen

  • Aktualisiert am

Bahn-Leitungsnetz bald mit neuen Aufgaben? Die Regierung prüft, ob hier Ökostrom transportiert werden kann Bild: Hannes Jung / F.A.Z.

Kann über das Netz der Deutschen Bahn künftig Ökostrom zu den Verbrauchern fließen? Das prüft einem Medienbericht zufolge die Bundesregierung mit einer Machbarkeitsstudie. Doch die Bahn selbst ist offenbar gar nicht so begeistert.

          Mit einer Machbarkeitsstudie lässt die Bundesregierung prüfen, ob das Stromnetz der Deutschen Bahn künftig Ökostrom zu Verbrauchern bringen kann. Auf die Prüfung verständigten sich Vertreter des Bundeswirtschafts- und des Verkehrsministeriums sowie der Bahn, wie die Zeitung „Welt“ berichtet. Auch das Eisenbahn-Bundesamt und die Bundesnetzagentur waren demnach an der Entscheidung am Freitag beteiligt.

          Die Studie soll mögliche Trassen identifizieren, die planungsrechtlichen Voraussetzungen analysieren und die ökonomischen Auswirkungen für die beteiligten Unternehmen und für die Verbraucher ermitteln. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte: „Die Nutzung bestehender Netze hat zwei Vorteile: Sie ist wirtschaftlicher als ein Neubau und die Menschen werden nicht durch zusätzliche Trassen belastet.“

          Bislang gelten fehlende Stromleitungen als Hauptgrund dafür, dass Strom aus den norddeutschen Windkraft-Anlagen nicht zu den Zentren des Verbrauchs in Süddeutschland gelangt. Nach einer Studie der Deutschen Energieagentur müssten dafür 3600 Kilometer Hochspannungsleitungen neu gebaut werden. Doch Bürgerproteste verhindern an einigen Stellen bislang den Netzausbau. Durch die Nutzung von Bahntrassen könnten Bürgerproteste möglicherweise vermieden werden.

          Skepsis bei der Bahn

          Laut dem Bericht sieht der Bahn-Konzern das Projekt allerdings mit wachsender Skepsis: Der bauliche Aufwand sei enorm, heiße es im Unternehmen. Auch seien die Planfeststellungsverfahren für die Aufrüstung der Bahnleitungen nicht zu unterschätzen, da sie im Gegensatz zu Überlandleitungen zum Teil durch dicht besiedeltes Gebiet führten.

          Zudem frage man sich im Konzern, ob sich das Durchleitungsgeschäft rechne und ob der Konzern überhaupt in einem neuen Geschäftsfeld aktiv werden solle, hieß es.

          Weitere Themen

          Bio-Toiletten für Festivals

          Umweltfreundliche Alternative : Bio-Toiletten für Festivals

          Die Chemietoiletten, die man von Festivals und Baustellen kennt, schaden zumeist der Umwelt. Das junge Unternehmen Nowato hat deshalb Komposttoiletten entwickelt.

          Axel Voss auf der Gamescom Video-Seite öffnen

          „Dont kill the Messenger“ : Axel Voss auf der Gamescom

          Wir haben einen Rundgang über das Kölner Messegelände mit Axel Voss, dem wohl polarisierendsten Besucher der diesjährigen Gamescom unternommen und uns mit ihm über die Debatte um Artikel 13, seine Bekanntheit bei jüngeren Gamern und Minecraft unterhalten.

          Topmeldungen

          Der Faktor Wohnen wird von den meisten Menschen in der Klimadebatte übersehen. Dabei produzieren vor allem Warmwasser und Heizungen große Kohlendioxid-Emissionen.

          Wohnen und Heizen : Das ist Deutschlands Klimakiller Nr. 1

          Kaum jemand will wahrhaben, dass wir mit unseren Wohnungen dem Klima mehr schaden als mit Steaks und Flugreisen. Einige Länder reagieren darauf – während sich die Politik in Deutschland nicht einigen kann.

          Biarritz : Irans Außenminister überraschend beim G-7-Gipfel

          Eine Überraschung für die Teilnehmer: Dschawad Zarif ist in Biarritz eingetroffen. Er werde dort mit Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian zusammentreffen, teilte das französische Präsidialamt mit.
          Taylor Swift möchte ihre ersten sechs Alben eventuell nochmal einspielen.

          Streit um Rechte : Taylor Swift und ihr Master-Plan

          Taylor Swift kämpft zurzeit mit dem Musikmanager Scooter Braun – denn er hat die Rechte an ihren ersten sechs Alben. Nun überlegt die Sängerin, die Lieder einfach nochmal einzuspielen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.