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Öffentliche Finanzen : Hohe Zinsausgaben belasten Bundesländer

  • Aktualisiert am

Nicht nur die Stadtstaaten, auch Nordrhein-Westfalen muss hohe Zinslasten stemmen Bild: dpa

Trotz höherer Steuereinnahmen kämpfen viele Bundesländer einer neuen Studie zufolge weiter mit einer enormen Zinslast. In Bremen muss jeder dritte eingenommene Euro für Zinsen aufgewendet werden, in Berlin jeder fünfte.

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          Obwohl die Steuereinnahmen sprudeln, ist die Haushaltslage vieler Bundesländer weiter angespannt. Viele Bundesländer kämpfen weiterhin mit einer enormen Zinslast. Das geht aus einer Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. Spitzenreiter bei der jährlichen Zinsbelastung - bezogen auf die Steuereinnahmen - ist demnach das Land Bremen, gefolgt vom Saarland, Berlin und Nordrhein-Westfalen.

          Die Hansestadt Bremen muss nach den Berechnungen der Kölner Ökonomen bereits jeden dritten Euro, den sie durch Steuern einnimmt, für Zinsen auf ihre Schulden ausgeben. Das Saarland gibt nahezu ein Viertel (22 Prozent) seiner Steuereinnahmen für den Zinsdienst aus. Berlin musste im vergangenen Jahr fast jeden fünften Euro, den es durch Steuern einnahm, für Zinsen auf seine Schulden ausgeben.

          Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt mit einer Zins-Steuer-Quote von 15,1 Prozent auf Platz vier des IW-Ländervergleichs. Dort wird jeder siebte aus Steuern eingenommene Euro für Zinsausgaben aufgewendet.

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