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Neuer Karriereschritt : Strauss-Kahn wird Regierungsberater in Belgrad

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Strauss-Kahn während seiner Antrittsrede in Belgrad Bild: AFP

Der ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds berät zunächst für drei Monate die Führung in Belgrad. Empfiehlt er dem Land ein Hilfsprogramm des IWF?

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          Der nach Sex-Vorwürfen zurückgetretene ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, hat eine neue Aufgabe: Er berät die Regierung Serbiens. Der Franzose trat am Dienstag seinen zunächst auf drei Monate befristeten Job an, für den er kein Gehalt bezieht.

          Der serbische Vizeregierungschef Aleksandar Vucic verteidigte die umstrittene Berufung des 64 Jahre alten Ökonomen: „Dominique Strauss-Kahn ist ein Experte für Wirtschaft, das wird von niemandem bezweifelt.“ Dieser betonte, er habe „keinen Zauberstab“ für das wirtschaftlich angeschlagene Balkanland parat. Auf die Frage, ob er Serbien ein Hilfsprogramm des IWF empfehlen werde, sagte Strauss-Kahn: „Vielleicht, vielleicht auch nicht.“

          Strauss-Kahn war im Frühsommer des Jahres 2011 in New York unter dem Vorwurf der sexuellen Nötigung einer Hotelbediensteten verhaftet worden. Die amerikanischen Behörden stellten das Verfahren später ein, weil sie an der Glaubwürdigkeit der Belastungszeugin zweifelten. In seiner Heimat steht Strauss-Kahn jedoch noch ein Verfahren ins Haus, in dem es im Zusammenhang mit Sex-Parties im nordfranzösischen Lille um den Vorwurf der Zuhälterei geht.

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