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Neuer Bericht : Die Forderungen des „Club of Rome“

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Jorgen Randers, einer der Autoren des Club-of-Rome-Berichts. Bild: dpa

Im neuen Bericht des „Club of Rome“ fordern die Autoren eine Abkehr von Wirtschaftswachstum und Konsum. Dies sind die Vorschläge.

          „Die Sowjetregierung ist gescheitert, aber ein schlanker Staat führt auch nicht ins Paradies“, heißt es im neuen Bericht an den Club of Rome, der am Dienstag in Berlin vorgestellt worden ist. Das Rezept der Autoren gegen soziale Schieflagen und Umweltzerstörung: mehr Staat und Umverteilung. Dies sind die konkreten Maßnahmen.

          Geld für Kinderarme

          Familien, die nur ein Kind oder keines haben, sollten belohnt werden. Das Autorenduo erklärt, die Verdoppelung der Weltbevölkerung in den vergangenen 50 Jahren sei die Hauptursache für die fortschreitende Zerstörung unseres Planeten. Da es schwierig sei, den ökologischen Fußabdruck des Einzelnen zu verkleinern, wäre es „hilfreich, wenn die Gesellschaft die Wachstumsrate der Bevölkerung noch mehr drosseln, idealerweise sogar ins Negative kehren würde“. Man sollte Frauen, die maximal ein Kind großgezogen haben, „zu ihrem 50. Geburtstag einen Bonus von 80.000 Dollar zahlen“.

          Später in Rente

          Damit die Renten trotzdem gesichert sind, schlagen die Forscher eine Anhebung des Renteneintrittsalters vor, etwa auf 70 Jahre. Gleichzeitig plädieren sie für eine Verkürzung der Jahresarbeitszeit. Sie sagen: „Anstatt dass 90 Prozent der Erwerbsfähigen in Vollzeit arbeiten und pro Jahr im Schnitt 30.000 Dollar verdienen, besteht unser Ziel darin, dass 100 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung einen Arbeitsplatz haben.“ Der Durchschnittsverdienst würde dann bei 27.000 -Dollar liegen. Dadurch könne nicht nur die wachsende Arbeitslosigkeit verringert werden, sondern auch die Kluft zwischen Arm und Reich. Wer trotzdem arbeitslos ist, sollte ein höheres Arbeitslosengeld erhalten, dass allerdings unter dem Durchschnittslohn liegt. Gleichzeitig sollte aus unbezahlter Arbeit bezahlte Arbeit werden. Wie das geht? Zum Beispiel durch die Entlohnung von Menschen, die Angehörige pflegen.

          Steuern auf Zucker und CO2-Ausstoß

          Um mehr Anreiz für Klimaschutz zu schaffen, fordern Randers und Maxton eine CO2-Steuer, deren Einnahmen direkt an die Bürger verteilt werden. Parallel zu einem Anstieg der Steuern auf Emissionen und Rohstoffverbrauch sollten die Steuern auf Einkommen gesenkt werden. Wer für die Herstellung seiner Produkte übermäßig viele Ressourcen verbraucht und Menschen krank macht, soll dafür zur Kasse gebeten werden. Es sei unfair, dass die Folgen von Fettleibigkeit, Depressionen und verkürzter Lebenszeit von der Gesellschaft und nicht von den Herstellern von Lebensmitteln mit zu viel Zucker, Fett und Salz getragen würden.

          Mehr Steuererhöhungen

          Außerdem: Reiche und Unternehmen sollten mehr Steuern zahlen. Das Argument, höhere Unternehmenssteuern vernichteten Arbeitsplätze und ließen das Bruttoinlandsprodukt schrumpfen, lassen die Autoren nicht gelten. Sie sagen, das sei eine von Unternehmen und Banken kolportierte Fehleinschätzung.

          Außenhandel beschränken

          Die Abwanderung von Arbeitsplätzen aus reichen Ländern ließe sich nach Einschätzung der Forscher durch eine Beschränkung des Außenhandels wirksam bekämpfen. Randers und Maxton sagen: „Wenn die Arbeitslosigkeit zum Hauptproblem wird, kann ein liberalisierter Handel die Situation sogar noch verschlimmern, weil er den Unternehmen die Verlagerung von Jobs ins Ausland erleichtert.“

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