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Neue Versicherungspflicht : Die meisten Minijobber wollen keine Rentenbeiträge zahlen

  • Aktualisiert am

Die meisten Minijobber zahlen nicht in die Rentenkasse ein. Bild: dpa

Seit Jahresbeginn müssen geringfügig Beschäftigte Rentenversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag können die sich aber davon befreien lassen. Die Mehrheit macht von der Befreiung Gebrauch, zeigt eine Anfrage an die Bundesregierung.

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          Die zu Jahresbeginn neu eingeführte Renten-Versicherungspflicht für Minijobber greift eher selten. Von rund 2,6 Millionen geringfügig Beschäftigten, die seit Anfang des Jahres einen Minijob annahmen, führten Anfang August nur 621.000 oder 23,8 Prozent Beiträge in die Rentenkasse ab. Der Rest hat sich von der Versicherungspflicht befreien lassen.

          Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des rentenpolitischer Sprechers der Grünen-Bundestagsfraktion, Wolfgang Strengmann-Kuhn, hervor, wie die Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf das Schreiben berichtet, das ihr vorliegt.

          Minijobber können sich von Versicherungspflicht befreien lassen

          Anfang des Jahres wurde nicht nur die Verdienstobergrenze für die rund sieben Millionen Minijobber von 400 auf 450 Euro heraufgesetzt. Für Neu-Minijobber wurde auch eine Versicherungspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt, von der sich Betroffene auf Antrag aber befreien lassen können.

          Für Strengmann-Kuhn zeigt die Entwicklung, dass die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) durchgesetzte Versicherungspflicht für Minijobber „gescheitert“ sei. Die meisten Minijobber steuerten nach wie vor auf Altersarmut zu. Mehr als drei Viertel von ihnen, vor allem Frauen, seien nicht versichert. „Von der Leyen verspricht viel Gutes, aber sie liefert Altersarmut“, kritisierte der Grünen-Abgeordnete.

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