https://www.faz.net/-gqe-8xlf4

Neue Schätzung bis 2020 : 55 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen

  • Aktualisiert am

Der Bundesadler im Bundestag: Deutschlands Steuereinnahmen werden noch stärker zulegen, sagen Fachleute voraus. Bild: dpa

Die robuste Wirtschaftsentwicklung macht’s möglich: Deutschland nimmt in den kommenden Jahren noch mehr Steuern ein als bislang gedacht, schätzen Fachleute. Das schlägt sich für den Bund anders als für die Länder nieder.

          Deutschland kann offenbar auch in den kommenden Jahren mit weiter wachsenden Steuereinnahmen rechnen. Das Bundesfinanzministerium gehe von einem Steuerplus für Bund, Länder und Gemeinden in Höhe von 55 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 aus verglichen mit der Steuerschätzung vom vergangenen November, berichtet das „Handelsblatt“ und beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Steuerschätzer arbeiten in dieser Woche ihre neue Prognose aus, die Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Donnerstag vorstellen wird.

          Für dieses Jahr erwarten Schäubles Fachleute demnach, dass die Einnahmen auf 735 Milliarden Euro steigen; das wären 10,5 Milliarden Euro mehr als in der November-Schätzung vorhergesagt. Für das kommende Jahr 2018 rechne das Ministerium mit Einnahmen von 762 Milliarden Euro (plus 10,2 Milliarden), für 2019 mit 795 Milliarden Euro (plus 16 Milliarden) und für 2020 mit 825 Milliarden Euro (plus 18,3 Milliarden).

          Länder und Gemeinden würden von den steigenden Einnahmen wegen der Steuersenkungen und der höheren Bundeshilfen für die Länder im Bereich der Integrationsleistungen stärker profitieren als der Bund. Zwar könne sich Schäuble in diesem Jahr über einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag mehr freuen. Im nächsten Jahr könnten die Einnahmen für den Bund aber leicht geringer ausfallen als bisher erwartet.

          Auch für die Jahre 2019 und 2020 falle das Steuerplus für den Bund nur geringfügig aus. Länder und Gemeinden hätten jeweils deutlich mehr als fünf Milliarden Euro in ihren Kassen als im November kalkuliert, haben die Schätzerkreise errechnet.

          Weitere Themen

          Hugo Boss muss sich neu ausrichten

          Modekonzern : Hugo Boss muss sich neu ausrichten

          Der Modekonzern kann nicht vor dem Internet flüchten und muss sich daher neu ausrichten. Doch bisher verlief das Jahr für Hugo Boss noch nicht sonderlich erfolgreich. Die Analysten bleiben aber positiv.

          60 Satelliten auf einmal ins All Video-Seite öffnen

          Internet 2.0 von SpaceX : 60 Satelliten auf einmal ins All

          Die erdnahen Trabanten stellen die erste Stufe eines geplanten Netzwerks des Internetdiensts Starlink dar, das Hochgeschwindigkeits-Internet für zahlende Kunden auf der ganzen Welt zur Verfügung stellen soll. Starlink ist ein Projekt des Unternehmers Elon Musk.

          Topmeldungen

          Sigmar Gabriel und die SPD : Gute Ratschläge von der Seitenlinie

          Sigmar Gabriel plane angeblich schon das Ende seiner politischen Karriere, heißt es. Es gehört zum ambivalenten Verhältnis der SPD zu ihrem größten Talent, dass viele Genossen sich nicht sicher sind, ob das eine schlechte oder eine gute Nachricht ist. Eine Analyse.
          Greta Thunberg in der vergangenen Woche in Schweden

          Grüne in Schweden : Verloren trotz Greta Thunberg?

          Anders als in Deutschland haben die Grünen bei der Europawahl ausgerechnet in Schweden, der Heimat Greta Thunbergs, schwächer abgeschnitten. Warum ist das so?
          nnegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU, spricht bei einer Pressekonferenz am 13. Mai im Konrad-Adenauer-Haus.

          Europawahl-Liveblog : AKK bestreitet Rechtsruck in der JU

          Tories und Labour wollen sich zum Brexit positionieren +++ JU-Chef Kuban: „Schlag ins Gesicht“ +++ Gauland erklärt Grüne zum „Hauptgegner“ für die AfD +++ Alle Informationen im FAZ.NET-Liveblog:

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.