https://www.faz.net/-gqe-7il9k

Neue Kredite : Mehr als 17 Billionen Dollar Schulden in Amerika

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Kongress hat weitere Schulden ermöglicht. Bild: REUTERS

Kaum ist das Kreditlimit ausgesetzt, leihen sich die Vereinigten Staaten wieder Milliarden. Der Schuldenstand hat inzwischen eine weitere Billionenmarke überstiegen.

          Kurz nach dem Ende des erbitterten Finanzstreits in Washington sind die amerikanischen Staatsschulden erstmals in der Geschichte über die 17-Billionen-Marke gesprungen. Der Schuldenstand betrug zuletzt genau 17,075590 Billionen Dollar (12,44 Billionen Euro), teilte das Finanzministerium in Washington mit. Zuvor hing die rote Zahl monatelang offiziell genau an der gesetzlichen Schuldengrenze von knapp 16,7 Billionen Dollar fest.

          Der große Sprung über die nächste Billionenmarke erfolgte, nachdem der Kongress am Mittwoch kurz vor einem drohenden Staatsbankrott das Kreditlimit vorerst ausgesetzt hatte. Bis zum 7. Februar kommenden Jahres dürfen sich die Vereinigten Staaten damit zunächst wieder Geld borgen.

          Ohne rechtzeitige Aufhebung der Schuldengrenze hätte das Land an einem gewissen Punkt den Finanzkollaps erlitten. Es konnte seit Erreichen der Schuldengrenze im Mai nur deshalb seine Rechnungen begleichen, weil sich noch Geld aus den anderen Staatskassen wie etwa den Währungsreserven umschichten ließ.

          Diese „außerordentlichen Maßnahmen“ wären aber nach Angaben des Finanzministeriums am 17. Oktober ausgeschöpft gewesen. Die Regierung hätte dann allein von den Steuereinnahmen leben müssen, die pro Tag aber durchschnittlich fast zwei Milliarden Dollar geringer sind als die Ausgaben.

          Der jetzige massive Schuldenanstieg von einem Tag auf den anderen resultierte also vor allem daraus, dass die anderen Staatskassen wieder aufgefüllt wurden.

          Weitere Themen

          Wie brotlos ist die Kunst?

          Freie Künstler : Wie brotlos ist die Kunst?

          Können normale Künstler von dem Verkauf ihrer Werke leben? Begegnungen mit den F.A.Z.-Karikaturisten Greser und Lenz, einem Hersteller von Buchstützen und einem Studienrat.

          Topmeldungen

          Anschläge auf Sri Lanka : „Er war doch noch so jung“

          Einen Tag nach den Anschlägen auf Sri Lanka werden die Trümmer weggeräumt, und die Angehörigen der Opfer trauern um die Toten. Fragen nach dem Sinn werden mit betretenem Schweigen beantwortet. Ein Besuch in einem Land, das gespalten ist.

          FAZ Plus Artikel: Verursacht Glyphosat Krebs? : Die Schlacht der Gutachter

          Amerikanische Gerichte sollen klären, ob Glyphosat Krebs verursacht. Bayer streitet das ab und beruft sich auf die Wissenschaft. Doch sind die amerikanischen Jurys nur emotional – oder ist auch die Wissenschaft gar nicht so eindeutig?

          Anschläge von Sri Lanka : Interpol schaltet sich in Ermittlungen ein

          Bei den Anschlägen am Ostersonntag wurde nach Erkenntnissen des Auswärtigen Amts ein Deutsch-Amerikaner getötet. Die Regierung Sri Lankas hat derweil eine einheimische Islamistengruppe für die Anschläge verantwortlich gemacht und erhält nun internationale Unterstützung bei den Ermittlungen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.